St. Pauler Kultursommer

Benediktinerstift St.Paul

 Reihe "Junge Künstler"

„LAVANTTALER SCHÜLERCHÖRE stellen sich vor“

Donnerstag, den 1.Juni 2017

Stiftskirche St. Paul- 19.00 Uhr

 

logo_kl.pngSeit 1948 gibt das Österreichische Jugendsingen (ÖJS), eine europaweit einzigartige Einrichtung zur Förderung des schulischen und außerschulischen chorischen Singens. Wurde es zunächst jährlich durchgeführt, gab es dann ab 1953 bis zum Vorjahr für diese Veranstaltung einen Abstand von jeweils drei Jahren. Schon seit den Anfängen wurde das ÖJS auf drei Ebenen durchgeführt. Während die vielen Regional -, , Talschafts – und Bezirksjugendsingen mit Lied, Tanz und Musik alle Schulen einzubinden versuchen, und dabei die Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren im Vordergrund steht, wird das sogenannte Landesjugendsingen als Wertungssingen durchgeführt, wo die freiwillig teilnehmenden Kinder und Jugendchöre bei einem Singen vor Juroren ihren musikalischen Standort bestimmen lassen können. Jene Chöre, die dabei am besten abschließen, werden dann zum Bundesjugendsingen entsandt, das immer in einem anderen Bundesland stattfindet. So wird aller Voraussicht nach diese große Schlussveranstaltung nach 1992 in drei Jahren wieder in Kärnten stattfinden, wo die besten schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendchöre Österreichs in Kärnten ein musikalisches Stelldichein geben werden.

 

1989 vereinbarten der damalige künstlerisch Verantwortliche für den St. Pauler Kultursommer, Prof. Horst Knauder, und der damaligen ARGE-Leiter für Musikerziehung im Lavanttal, Siegi Hoffmann, mit allen beim Landesjugendsingen auftretenden Chören des Bezirkes ein Konzert im Rahmen des St. Pauler Kultursommers zu gestalten. Wunderbare Konzerterlebnisse, zunächst im Konviktsaal, später im Arkadenhof und in der Stiftskirche, folgten. Wenn auch durch viele Schulreformen bzw. gesellschaftlichen Veränderungen das Singen in der Schule bzw. mit der Jugend zunehmend auf die Probe gestellt wird, so ist die Konstanz dieser Veranstaltung im KUSO St. Paul von nahezu 30 Jahren doch recht erstaunlich.

 

Ein Konzert zum Österreichischen Jugendsingen 2017
mit den beim Landesjugendsingen teilnehmenden
Schulchören aus dem Bezirk Wolfsberg

Mitwirkende:

  • Chor der Volksschule Schönweg
    Leitung:Maria Planka

  • Chor „Piccoli Cantori“ der MVS St. Marein
    Leitung:Carmen Nickel Unterholzer & Sonja Traußnig

  • Chor der 4. Klasse der VS St. Ulrich an derGoding
    Leitung:Ulrike Liebert

  • Chor der 1. Klassen der NMS Bad St.Leonhard
    Leitung:Gertraud Schultermandl

  • Klassenchor 1B/1A der Musik-NMS Wolfsberg
    Leitung:Rita Maurel

  • Chor der 2B der Musik-NMS Wolfsberg
    Leitung:Regina Fössl

  • Chor der 3B der Musik-NMS Wolfsberg
    Leitung:Barbara Koller

  • Chor der4B der Musik-NMS Wolfsberg
    Leitung: Barbara Koller

 


Begrüßungsansprache Stiftsdekan Mag. P. Siegfried Stattmann OSB

38. ST. PAULER KULTURSOMMER 2017

In meiner Funktion als Vorsitzender des Vereines der „Freunde des St. Pauler Kultursommers – darf ich Euch alle zur Eröffnung des diesjährigen „38. St. Pauler Kultursommers" herzlich willkommen heißen.

Als einziges Benediktinerordens-Stift im Kärntnerland – mit dem Gründungsjahr 1091 - verstehen wir uns als besonderer Begegnungs-, Bildungs-, Glaubens-und Kulturort und Kulturraum. Die Kultur-initiative „St. Pauler Kultursommer" – die ich selber nun schon seit über 22 Jahren als Vorsitzender mit Freude und Begeisterung begleiten darf - ist unserem Stift St. Paul eine wesentliche Stütze und Hilfe in der Umsetzung des Kulturauftrages – dem wir uns verpflichtet fühlen und wissen und wo wir ver-suchen ihn mit hohem Anspruch gerecht zu werden.

Kulturelle und spirituelle Bildungsangebote und Möglichkeiten bieten wir im Stift St. Paul hier – das wissen alle – die uns kennen das ganze Jahr über an – nicht nur im Sommer.

Der „St. Pauler Kultursommer" allerdings - prägt im Zeitraum vom Pfingstsonntag bis zum Großen Marienfeiertag am 15. August – unserem Stift - einen besonderen musikalischen Stempel auf - mit seinem bemüht ausgewähltem und erlesenen Programmangebot.

Abt Heinrich verwendet – wenn in unserem alltäglichen Leben im Gespräch gelegentlich auch Vergleiche angesprochen werden – gerne das Wort des Hl. Augustinus: „Beim Vergleich beginnt die Sünde." Da steckt eine tiefe Wahrheit – in diesem Wort.

Neben dem „CARINTISCHEN SOMMER" in unserem Land Kärnten – der bisher schwerpunktmäßig nur in der Mitte unseres Landes positioniert war – war die Kulturinitiative des „St. Pauler Kultursom-mers" mit seinen 38 Bestandsjahren und seinen 15 bis 18 Veranstaltungen und durchschnittlich 3000 bis 4000 Besuchern bis vor Kurzem im Unterkärntner Raum eine einzige Besonderheit – und wir werden uns bemühen und alles daransetzen – dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, selbst wenn man wenige Kilometer vor unserer Haustüre nun mit neuen und anderen Kulturangeboten lockt – mit einem Großaufgebot von öffentlichen Geldern – die ein Vielfaches von dem ausmachen – was man von öffentlicher Hand dem „St. Pauler Kultursommer" zukommen lässt. Vielleicht wird sich auch da einmal ein Kontrollausschuss bilden, um der Beihilfengerechtigkeit auf die Beine zu helfen und der Willkür einen Riegel vorschieben.

Wir sind dankbar für jegliche Unterstützung – und werden alles tun verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten umgehen, die uns gegeben sind und wir wissen, dass lange Traditionen und großartige Leistungen der Vergangenheit heute keine Garantie mehr sind für eine gesicherte und gesegnete Zukunft.

Unsere österreichischen Klöster bieten mit ihren Strukturen, verschiedenen Werken und repräsen-tativen historisch gewachsenen Häusern eine einladende Plattform für Begegnung und Dialog. Das Ambiente dieser Anlagen ist inspirierend und verweisen auf ein festes Fundament und auf Bausteine, die für uns Menschen wichtig sind: Verlässlichkeit, Treue, Respekt und Sicherheit.

Herzlichen Dank allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen – allen voran dir lieber Gerhard Suette für alle freiwillige und selbstlose organisatorische Arbeit und Mühe, allen Freunden des „St. Pauler Kultursom-mers", allen Förderern und Sponsoren, der Kulturabteilung unseres Landes und der Marktgemeinde St. Paul.

Herzlichen Dank den Musikern der Altlavanttaler Trachtenkapelle – die in schon bewährter Weise alljährlich die Kultursommereröffnung musikalisch mitgestalten und diesmal wieder erneut mit zwei Kompositionen von Philipp FELLNER – die heute erstmals als Uraufführung zum Klingen gebracht werden.


37. St. Pauler Kultursommer: Über 4.000 Besucher


von Julia Wurzinger, Unterkärntner Nachrichten, 23.08.2016


St. Paul. „Musik hat seit Bestehen unseres Stiftes einen sehr hohen Stellenwert und soll diesen zusätzlich zur Liturgie in Form des Kultursommers weiterhaben“, meint auch der organisatorische Leiter des Kultursommers Gerhard Suette. Beweis dafür ist auch das im Schatzhaus Kärntens ausgestellte Pergament aus dem 10. Jahrhundert, auf dem die am ältesten erhaltenen, umsetzbaren Notationen geschrieben stehen.

„Wir bereiten Wege zur Musik“ war deswegen auch das passende Motto des diesjährigen St. Pauler Kultursommer. Diesen Wegen zur Musik folgten in der diesjährigen Konzertsaison über 4.000 Besucher. Dadurch konnte im 37. Jahr eine positive Bilanz geschrieben werden und das, obwohl diesmal die Förderungen von Seiten des Bundes ausgeblieben waren (Wir berichteten in der UN vom 18. Mai 2016, Seite 10). Das wäre jedoch nicht möglich, ohne das unentgeltliche Engagement der Mitarbeiter des Vereins Freunde des St. Pauler Kultursommers unter der Leitung von Siegfried Stattmann und ohne die kostenfreie Nutzung der gesamten Infrastruktur des Benediktinerstiftes. „Wir danken allen Konzertbesuchern, Förderern, Sponsoren sowie den Mitarbeitern für Ihre Unterstützung. Ohne Ihr Engagement ist unser Kultursommer nicht durchführbar“, bekräftigt deswegen auch Suette.

Von Mozarts „Krönungsmesse“ bis hin zum Trio Canoris

Grund für den großen Andrang war auch das dichte und vielfältige Programm in diesem Jahr. Eröffnet wurde der 37. Kultursommer am 14. Mai 2016 mit dem Ensemble der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle. Neben den gesamt 14 Konzerten wurden auch drei Festgottesdienste abgehalten, von denen die erste Mozart gewidmet war. Besonderen Stellenwert hat auch die Förderung von Nachwuchstalenten, was sich in der Reihe „Junge Künstler“ ausdrückt.

Dabei wurde sowohl auf ein regionales als auch (inter-)nationales Programm Wert gelegt: So traten etwa der Kärntner Landesjugendchor am 17. Juni und die Lavanttaler Musikschulen am 21. Juni auf.Als „Glücksfall“ bezeichnete Rezensent Robert Gritsch auch den Auftritt der Studierenden der Belcanto-Meisterklasse von der Kunstuniversität Graz (UN vom 15. Juni, Seite 8), die mit ihren Belcanto-Stimmen überzeugten.

Vorschau auf 2017

Auch im kommenden Jahr will der St. Pauler Kultursommer den eingeschlagenen Weg seiner Programmplanung beibehalten, damit soviel Menschen wie möglich einen Zugang zu Musik auf höchstem Niveau erhalten. Es kann schon verraten werden, dass wieder ein berühmter Chor auftreten wird. Aber auch Kammermusik, Jazz und eine Lesung mit musikalischem Rahmen werden auf dem Programm stehen. Schon jetzt ist es möglich, sich als Gutschein oder Geschenk ein Abonnements zu besorgen, um sich den Genuss der Musik im Folgejahr zu sichern.




4000 Gäste beim heurigenKultursommer im Stift St. Paul


https://static.kleinezeitung.at/images/uploads_520/a/c/e/5073614/4999BDF4-1C4E-4E75-9CB4-200E9A679CB8_v0_h.jpgSt. Pauler Kultursommer war gutbesucht. Jetzt arbeitet man am Programm für 2017. Und erste Termine wurden auchfür das Jahr 2018 schon fixiert.


Kleine Zeitung, Ulrike Greiner | 06.00 Uhr, 24. August 2016

Der St.Pauler Kultursommer wurde auch heuer wieder traditionell von der AltLavanttaler Trachtenkapelle eröffnet © KK/Kuso

Der St.Pauler Kultursommer 2016 ist Geschichte. Zeit also, um Bilanz zu ziehen. „Wennwir die Eröffnung und die drei Messen mitrechnen, konnten wir heuer beiinsgesamt 18 Veranstaltungen exakt 4042 Besucher zählen“, zeigt sichOrganisator Gerhard Suette zufrieden.
Die meisten Gäste in der ehrwürdigen Stiftskirche – nämlich rund 430 Besucher –lockte das Konzert an, das die Musikschulen veranstalteten. „Da kommennaturgemäß viele Verwandte“, sagt Suette. Aber auch die Abende mit demLandesjugendchor und einem Mädchenchor als Slowenien sind gut angekommen. DemMädchenchor lauschten rund 400 Musikliebhaber. „Am schlechtesten besucht warder Abend mit dem Kammerkonzerttrio Musica Aurea, drei Künstler aus demKonservatorium in Klagenfurt. Hier kamen 120 Besucher“, sagt Suette und nenntals Begründung, dass bei diesem Termin zahlreiche andere Veranstaltungen in dernäheren Umgebung stattgefunden haben.

Platz für den Nachwuchs

In St. Paulgastieren jeden Sommer nicht nur international bedeutende Künstler, viel Raumwidmet man der Jugend. „Es gibt außer Millstatt kein Festival, das sich so desNachwuchses annimmt“, sagt Suette. Was die musikalische Bandbreite angeht, sozeigt man sich ebenfalls offen in viele Richtungen. Klassik hat im Programmebenso ihren fixen Platz wie Jazz.
Beim St. Pauler Kultursommer muss man mit einem Budget von rund 70.000 Euroauskommen. Die Infrastruktur stellt das Benediktinerstift zur Verfügung, alleMitarbeiter unter der Leitung von Dekan Pater Siegfried Stattmann, demVorsitzenden der „Freunde des St. Pauler Kultursommers“, arbeiten ehrenamtlich.Am Programm für 2017 tüftelt Suette schon jetzt. „Ich habe sogar schon Terminefür 2018“.


St. Pauler Kultursommer: TrioCanoris: „… voller Klang und Harmonie“

Der Name desEnsembles ist Programm: Canorus leitet sich von dem lateinischen Wort fürsüß, reich, tief, warm, freundlich, sanft und voller Klang und Harmonie ab. Mitdiesem Begriffsfeld lässt sich auch das letzte Konzert des heurigen St. PaulerKultursommers beschreiben.

St. Paul. Wie immer sind die Interpreten jungund hervorragend ausgebildet und finden sich zu Internationalen Ensembleszusammen. Akemi Wyka (Klavier) und Kenta Uno (Violoncello) – beide aus Japanund in Österreich lebend – bilden mit dem Lavanttaler  KlarinettistenMarkus Fellner, seit Februar Klarinettist bei der NürnbergerStaatsphilharmonie, das „Trio der Singvögel“, wie man „Canoris“ auch – sehrpassend – übersetzen könnte.
Das hervorragend musizierende Trio brachte mit Ludwig van Beet-
hovens „Gassenhauer-Trio“ und Michail Glinkas „Trio pathetique“ spannungsreicheStimmung und Energie in die Stiftskirche. Undenkbar wäre so ein Konzertnatürlich ohne ein Trio von Johannes Brahms, dem Meister inniger romantischerKammermusik.
Aber nicht nur hier, sondern auch beim abschließenden Klarinettentrio von NinoRota konnte man das Wechselspiel zwischen Klarinette und Violoncello vor demKlavier genießen. Instrumentalmusik geht zu Herzen, wenn sie dem Gesang nahekommt. So hat es sicher auch das begeisterte Publikum empfunden.
Mit diesem Konzert hat der St. Pauler Kultursommer für heuer seine Pfortengeschlossen und sich für die nächste Saison einen mindestens ebenso großenZuspruch verdient wie bisher.

RG

Wir bedanken uns auf diesem Wege bei Robert Gritsch für die stets kompetentenRezensionen zu den einzelnen Konzerten im Rahmen des St. Pauler Kultursommers,die wir auch heuer wieder veröffentlichen durften.

RG, Unterkärntner Nachrichten




Dramatik inTönen

AIMS Festival Orchestra

Am vergangenenSamstag wurde auch im Rahmen des St. Pauler Kultursommers des 400. Todestagesvon William Shakespeare gedacht. Dieser brillante Formulierer von dramatischenTexten über Macht und Verrat, Liebe und Tod hat Stoffe für zahlreicheVertonungen geliefert, deren Intensität in der Romantischen Oper ihrenHöhepunkt erreichte.

So bot das AIMSFestival Orchestra mit seinen SolistInnen die ideale Gelegenheit, einenQuerschnitt durch Opern mit Shakespeare-Texten zu bringen. Durch Arien vonVicenzo Bellini, Charles Gounod, Gioacchino Rossini, Ambroise Thomas undGiuseppe Verdi aus Werken wie „I Capuletti e i Montecchi“, „Roméo et Juliette“,„Otello“, „Hamlet“, „Falstaff“ und „Macbeth“ zog sich ein hochdramatischerFaden. Die US-amerikanischen Solistinnen und Solisten, die das AIMS-Sommercampin Graz zur Perfektionierung ihrer Interpretationen nützten, überzeugten inihren jeweiligen Stimmfächern mit reifen Leistungen. Die Dirigentin des Abends,Karen Kamensek, die seit 2011 Generalmusikdirektorin an der Staatsoper Hannoverist, leitete mit sicherer Hand das große Orchester in seiner begleitendenFunktion.

Großartigesleisteten Orchester und Dirigentin aber auch in den beiden großen Orchesterwerkendes Abends: Zu Beginn stand György Ligetis „Concert Romanese“ auf dem Programm– ein Frühwerk des 2006 verstorbenen österreichischen Komponisten mitrumänischen Wurzeln, das in faszinierender Weise Folklore mit futuristischenKlangvorstellungen verbindet. Den Schluss bildete die Ballettpantomime „Petruschka“von Igor Strawinski, die sowohl für das Orchester wie auch für die Dirigentineine spannende Herausforderung mit höchsten Ansprüchen darstellte, die mitBravour gemeistert wurde. Das Beste aber ist: dank dem St. Pauler Kultursommergibt es das alles bei uns im Lavanttal zu hören!

                                                                                                                         RG



 

Goldrichtig: Trio.MusicaAurea


Drei jungeMusikerInnen, am Beginn ihrer Laufbahn stehend, haben in der StiftskircheSt.Paul wieder einmal die Herzen des Publikums erobert. Špela Pušnik (Klavier) und RokRupreht (Klarinette) aus Slovenj Gradec und Tom Sinclair (Violoncello) ausSidney spielten in wechselnden Besetzungen ein abwechslungsreiches Programm.Mit Debussy’s „Premier Rhapsodie“ konnte Rok Rupreht seine facettenreicheSpielkultur – unterstützt durch die einfühlsame Klavierbegleitung von ŠpelaPušnik – zur Geltung bringen. Große romantische Kammermusik folgte mit JohannesBrahms‘ Sonate für Klavier und Violoncello in e-Moll. Ungetrübten Musikgenussbescherte auch dieses von Tom Sinclair und Špela Pušnik absolut sicher und differenziertmusizierte Meisterwerk. Das Trio für Klarinette Violoncello und Klavier vonNino Rota, der nicht nur als Komponist von Filmmusik erfolgreich war, setztedem Programm einen erfrischenden Schlusspunkt. Piazzollas „Oblivion“ als ersteZugabe war für diese Besetzung ein Atout. Nichtunerwähnt sollte bleiben, dass auch diesmal die musikalische Qualität einenNamen hat: die jungen KünstlerInnen sind Studenten der Kammermusikklasse Prof.Elisabeth Fister am Kärntner Landeskonservatorium.                                                                         RG






Kärntner Landesjugendchor und Dekliški pevski zbor Aglaja
Vom leichten Schweren

 

Was man sich von einem guten Konzert erwartet, ist diesmal beim Konzert „Breath of God“ mit dem Kärntner Landesjugendchor und dem Slowenischen Mädchenchor „Aglaja“ passiert: man konnte sich in die Musik fallen und zugleich erheben lassen, was wohl mehrere Gründe hat: erstens sorgt die Altershomogenität (15 bis 26 Jahre) für ein ebenso homogenes Stimmbild; zweitens lag die Leitung durch Bernhard Wolfsgruber, Doris Aichholzer und Florian Pirolt in besten Händen und drittens ist die Begeisterung und das Engagement der jungen Sängerinnen und Sänger, die es zu schätzen wissen, dabei sein zu dürfen, überaus groß. Welche Musik auch immer am Programm stand – von Heinrich Schütz bis Anton Bruckner, vom Spiritual bis zum Mundartchor – alles erstrahlte in reinster Intonation, ausgewogener Dynamik und wohltuendem Einklang im Mehrklang. Ein innigeres „Locus iste“ kann ich mich nicht entsinnen, schon gehört zu haben! Und so entschwand das Schwierige hinter der Leichtigkeit und machte den Geist frei für das Wunderbare der Musik.

All das gilt aber ebenso für den Mächenchor „Aglaja“ aus Radlje in Slowenien unter der Leitung  von Kerstin Vuga, der sich im zweiten Teil des Konzerts dem Landesjugendchor ebenbürtig erwies. Neben slowenischer Literatur standen auch Traditionals und Evergreens auf dem Programm. Der Chor wurde erst vor sechs Jahren gegründet und konzertiert bereits international. Die begeisterten Ovationen waren angenehme Pflicht!

Nicht zuletzt hat gute Chorarbeit aber auch eine positive politische Dimension: das aufeinander Hören und nicht Übertönen, das Ausloten aller Feinheiten, das Hervortreten wie auch das sich Zurücknehmen sind Qualitäten, die mit einer Politik der einfachen Lösungen unvereinbar sind und die der Vielfalt der Gesellschaft besser entsprechen.                                                                                                            RG



 

Mit Pauken und Trompeten

Musikalisch begrüßt wurden Sie mit dem Stück „Pastime with good company“, was übersetzt „Zeitvertreib in guter Gesellschaft“ bedeutet. Komponiert wurde dieses fanfarenartige Stück vom englischen König Heinrich VIII.

Von seinen zahlreichen Kompositionen ist nur eine kleine Anzahl von Instrumentalstücken, so wie das eben gehörte, erhalten.

 

2) Telemann – Concerto für 3 Trompeten: Mit dem nächsten Stück kommen wir zu einem deutschen Komponisten der Barockzeit: Georg Philip Telemann. Obwohl er zu Lebzeiten hohes Ansehen genoss, schwand dieses schon kurz nach seinem Tod. Noch Ende des 19. Jahrhunderts schrieben Kritiker über seine Werke:

„Telemann kann entsetzlich bummelich schreiben, ohne Kraft und Saft, ohne Erfindung; er dudelt ein Stück wie das andere herunter.“

oder

„In Wirklichkeit war Telemenn nur ein Talent der flachsten Art.“

Vom Gegenteil werden Sie die Musiker gleich überzeugen!

Erst im 20. Jahrhundert wurden seine Werke wiederentdeckt und zählen heute zum Standardrepertoire eines klassisch ausgebildeten Musikers. Das Stück, das Sie nun hören werden, zählt zu den 126 erhaltenen Instrumentalwerken Telemanns, von denen er wahrscheinlich an die 1000 komponiert hatte. Es ist ein Concerto für 3 Trompeten, Orgel und Pauken mit 3 Sätzen: Allegro – Adagio – Presto.

 

3) Pachelbel – Kanon: Johann Pachelbel. Mit diesem deutschen Komponisten aus der Barockzeit verbinden die meisten musikkundigen Menschen wahrscheinlich sein wohl populärstes Werk, den Kanon. Dieses Stück, von dem es heute zahlreiche Aufnahmen, Versionen und Bearbeitungen gibt, hat seinen Weg sogar in die Popularmusik gefunden. Interessantes Detail dabei: Dieser Kanon ist nicht unbedingt repräsentativ für das Gesamtwerk Johann Pachelbels. Schließlich handelt es sich um den einzigen Kanon, den Pachelbel je komponiert hat.

Katja Bielefeld, wird nun den berühmten „Pachelbel-Kanon“ auf der Orgel vortragen.

 

4) Mendelssohn – Jauchzet dem Herrn: Das Trompetenensemble spielt nun gemeinsam mit Katja Bielefeld die Motette „Jauchzet dem Herrn“ von einem Komponisten, der mit seinen über 1100 Kompositionen bereits zur Epoche der Romantik gezählt wird. Felix Mendelssohn Bartholdy wurde 1809 in Hamburg geboren und ließ sich nach unzähligen Reisen in Leipzig nieder, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Durch die Aufführung der Werke von Johann Sebastian Bach gilt Mendelssohn Bartholdy als entscheidender Wiederentdecker dessen Werke und der gesamten Barockmusik.

 

5) Händel – Sonatina: Mit dem nächsten Stück kommen wir zu einem wahren Superstar der Barockzeit: Georg Friedrich Händel. Zu seinen Lebzeiten triumphierte er, wo immer er auftrat: in Hamburg, Florenz und Rom ebenso wie in Venedig, wo das Publikum dem "caro Sassone" - dem "lieben Sachsen" geradezu hysterisch zujubelte. Sein Erfolg führte in schließlich nach London, wo er mit seinen Opern ebenfalls große Triumphe feierte. Insgesamt komponierte er 42 Opern, 25 Oratorien und 18 Orgelkonzerte. Mit Katja Bielefeld an der Orgel hören Sie nun eine Sonatina von dem berühmten Komponisten.

 

6) Bach – Jesu bleibet meine Freude: Johann Sebastian der wohl bekannteste Komponist der Barockzeit wurde im gleichen Jahr wie Georg Friedrich Händel geboren – 1685. Es wird erzählt, dass ein Menschenleben nicht ausreichen würde um das Gesamtwerk von Bach nur abzuschreiben.

Aus dem Schlusschoral von J.S. Bachs Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ stammt die berühmte Choralfantasie „ Jesu bleibet meine Freude“. Die einzigartige Wirkung dieses Stückes, in dem die Trompete die Choralmelodie spielt, beruht auf der durchgehenden Triolen-Bewegung der Orgel – dadurch entsteht der weiche und unverwechselbare Charakter.

Dieser Choral erklingt nun in einer Bearbeitung für 3 Trompeten und Orgel.

 

7) Scarlatti – Sonatina: Weiter im Programm geht es mit einer Sonatina vom italienischen Barockkomponisten Domenico Scarlatti. Geboren 1685 in Neapel war er dort schon im Jahre 1701 für die Hofkapelle als Organist und Komponist tätig.

1719 wurde Scarlatti Musiklehrer und Hofkapellmeister am königlichen Hof in Lissabon.

Nach seiner Übersiedlung nach Spanien widmete sich Scarlatti praktisch ausschließlich dem Cembalo. Wegen der Entfernung von der Heimat und innerlichen Lösung vom Vater, so zumindest die Auffassung der Musikhistoriker, sowie der Beeinflussung durch die spanische Musik schuf er ab 1738 ein sehr umfangreiches Werk von 555 erhaltenen Cembalosonatinen. Auf Sonatinen wie der nun folgenden basiert Scarlatti’s Ruhm, da diese seinerzeit zu den Originellsten ihres Genres zählten.

Giuseppe Domenico Scarlatti – Sonatina gespielt von Katja Bielefeld.

 

8) Händel – Wassermusik: Georg Friedrich Händels Wassermusik zählt immer wieder zu beliebtesten Stücken der Barockmusik.

Mit einer Lustfahrt des englischen Königs Georg I. am 17. Juli 1717 auf der Themse lässt sich nur die zweite Suite dokumentarisch in Verbindung bringen. Das Orchester fuhr auf eigenen Booten hinter der königlichen Barke her.

Georg I. zeigte sich von der Musik derart angetan, dass er das Werk und einzelne Stücke daraus mehrfach wiederholen ließ. Erst um 2 Uhr in der Nacht durften die Musiker Ihre Instrumente aus der Hand legen.

Aus der Wassermusik hören Sie: Ouvertüre – Hornpipe – Menuett – Lentemente und Bourrée.

 

9) Bach – Air: Katja Bielefeld tritt heute nicht nur als Begleiterin Erscheinung, sondern als vorrangig auch als Orgelsolistin.

Sie studierte Klavier, Klavierkammermusik und Korrepetition. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. 2002 erhielt Katja Bielefeld das Wagner-Stipendium. Seit 2004 hat sie einen Lehrauftrag an der Landesmusikschule Gunskirchen. Ihre Konzerttätigkeit lebt sie als Solistin großer Klavierkonzerte sowie als Vokalbegleiterin und Klavierkammermusikerin.

Johann Sebastian Bach – Die berühmte Air aus der Orchestersuite in D-Dur.

10) Endler – Sinfonia: Johann Samuel Endler wurde 1694 in Olbernhau im sächsischen Erzgebirge geboren. Sowohl in väterlicher, als auch in mütterlicher Linie sind musikalische Wurzeln nachweisbar und so ist es nicht verwunderlich, dass auch der Sohn Johann Samuel nach ersten Anfängen beim Vater den Berufsweg als Musiker einschlug.

Allerdings ist nach wie vor unbekannt, wer seine Lehrer waren; Belegen lässt sich ein Aufenthalt an der Leipziger Universität ab 1716 und vier Jahre später wurde Endler als Leiter der Kirchenmusik an der Neuen Leipziger Kirche  sowie als Kapellmeister des zweiten Collegium Musicum. Aus seiner Sinfonia in D-Dur hören Sie nun den ersten Satz.

 

11) Händel – Passacaille: Mit dem nächsten Stück kommen wir zu einem, heute schon des öfteren gehörten Komponisten der Barockzeit: Georg Friedrich Händel.

Einige kurze Anekdoten aus dem Leben Georg Friedrich Händels:

Im Alter von 20 Jahren bewarb er sich in Lübeck um die Stelle des Kapellmeisters Buxtehude, der in den Ruhestand gehen wollte. Als Händel jedoch erfuhr, dass er dafür die unattraktive Tochter Buxtehudes heiraten müsste floh er aus der Stadt.

Der Andrang bei der Uraufführung des Werkes „Der Messias“ war so groß, dass die Frauen gebeten wurden, auf die Reifen ihrer weiten Röcke zu verzichten, damit mehr Menschen im Raum Platz finden konnten.

Oder Als Georg II. das erste Mal das Oratorium „Messias“ hörte, war er so ergriffen, dass er beim berühmten „Halleluja Chor“ aufstand. Also standen auch alle anderen Zuhörer auf. Seitdem ist es üblich, immer während dieses Chores zu stehen.

Sie liebe Besucher dürfen natürlich bei dem nun folgenden Stück gerne sitzen bleiben.

Die nun folgende Passacaille, ursprünglich ein spanischer Volkstanz, wurde im 16. Jahrhundert in Frankreich und Italien vorwiegend als Bühnentanz aufgeführt.

Seinen tänzerischen Charakter hat das Stück bis heute nicht verloren.

 

12) Manfredini – Concerto für 3 Trompeten: Francesco Manfredini war ein italienischer Violinist und Komponist des Spätbarock und lebte von 1680 bis 1748. Er war Schüler des ebenfalls für die Barocktrompete komponierenden Meister Giuseppe Torelli und wirkte als Musiker im berühmten Orchester der Basilika San Petronio.

Manfredini komponierte als Kapellmeister in Pistoia zahlreiche Vokalwerke für den kirchlichen Gebrauch.

Das „Concerto in D-Dur“ schrieb er im Jahre 1711. heute erklingt der 3. Satz in einer Bearbeitung für drei Trompeten, Pauken und Orgel.

 

Zugabe: Marc Antoine Charpentier – Prelude aus dem Te Deum

 

Eröffnung des 37. St. Pauler Kultursommers 2016

Am Pfingstsamstagabend wurde der 37. St. Pauler Kultursommer, das größte Musikfestival Unterkärntens mit einem Festakt eröffnet.

Der Vorsitzende des Vereines der Freunde des St. Pauler Kultursommers, Dekan P. Mag. Siegfried Stattmann OSB konnte zahlreiche Gäste begrüßen, an der Spitze Herrn Bürgermeister Ing. Hermann Primus, Herrn Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB sowie als Vertreter des Diözesanbischofs Herrn Bischofsvikar Dr. Gerfried Sitar OSB. Die angesagten Vertreter der Politik mussten sich aus den österreichweit bekannten Gründen leider entschuldigen.

 

Pater Siegfried erklärte in seiner Ansprache: „in der 925-jährigen Wirkungsgeschichte der Benediktiner von St. Paul gibt es sehr sehr viele positive Geschehnisse und Initiativen. Eine davon ist unter anderem die Initiative des St. Pauler Kultursommers, die seit siebenunddreißig Jahren zum nicht mehr wegzudenken Selbstverständnis unserer Region und unseres Unterlandes geworden ist. Es ist dies eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat den Kulturauftrag des altehrwürdigen Stiftes zu unterstützen, junge Künstler – vornehmlich im Alpe-Adria-Raum - zu fördern und wenn es das wirtschaftliche und finanzielle Etat erlaubt auch international renommierte Solisten und Ensembles zu engagieren.

 

Bürgermeister Hermann Primus dankte dem durchführenden Verein für dessen ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit - das reiche kulturelle Erbe fällt nicht vom Himmel, es muss erarbeitet werden - und kündigte an, dass seitens des Bundeskanzleramtes nun doch eine Förderung zugestanden wird.

Für den musikalischen Auftakt beim Festakt sorgte ein Ensemble der Alt-Lavanttaler-Trachtenkapelle unter der Leitung von Adi Streit. Zu hören waren neben anderen die Uraufführunge zweier Konzertstücke von Phillip Fellner.

 

37. St. Pauler Kultursommer 2016

Mit erstmals aufzuführenden Werken des St. Pauler Musikers und Komponisten Phillipp Fellner eröffnet der St. Pauler Kultursommer am Pfingstsamstag, dem 14. Mai, im Artrium des Benediktinerstiftes seine diesjährige Konzertsaison. Rund 400 Akteure - Chöre,Orchester, Blasmusiker, Kammermusikensembles und Solisten - werden in insgesamt drei Festmessen sowie fünfzehn Konzerten bis zum 08. August in derStiftskirche, im Sommerrefektorium und im neuen Aufführungsort Arkadenhof zu hören sein. Als zweitgrößtes Konzertfestival neben dem Carinthischen Sommer setzt der Kultursommer seit nunmehr siebenunddreißig Jahren kulturelle Akzente im Unterkärntner Raum und hat sich durch Qualität und Kontinuität ein treues Publikum erarbeitet.

Das langfristig verfolgte Konzept der Setzung von Schwerpunkten durch Einladung junger Kärntner Künstler sowie von Künstlern benachbarter Länder, Engagements international renommierter Solisten und Ensembles, die Berücksichtigung der alternativen Szene, die Einbindung der regionalen Jugend durch Schulen und Musikschulen sowie die musikalisch anspruchsvolle Gestaltung von Festmessen hat dem St. Pauler Kultursommer ständig steigende Besucherzahlen beschert.

Der 37. St. Pauler Kultursommer hofft auf ähnlich regen Besuch wie im letzten Jahr - über 4000 begeisterte Besucher hörten die Konzerte – und auf die weiterhin treue und großzügige Unterstützung durch die Förderer und Sponsoren.

Programmvorstellung

Sechsunddreißig Jahre sorgte der St. Pauler Kultursommer als musikalischer Nahversorger dafür, dass hochkarätiger Kunst- und Kulturgenuss „gleich ums Eck“ erfahrbar ist und zwar an einem Ort, der den Menschen vertraut ist: "In der Kirche ist die Hemmschwelle, ein klassisches Konzert zu besuchen, geringer". Die Besucherzahlen der Konzerte unseres Kultursommers belegen durch die vielen Jahreseines Bestehens den Erfolg.

Unser Festival kostet Geld, viel Geld. Und auch wenn wirklich sparsamst gewirtschaftet wird – die gesamte Infrastruktur stellt das Benediktinerstift kostenfrei zur Verfügung, alle Mitarbeiter sind unentgeltlich tätig – braucht der Kultursommer Mittel, um Ihnen, verehrtes Publikum, den zu erwartenden Kunstgenuss bieten zu können. Diese Mittel wurden durch all die Jahre von der öffentlichen Hand, von privaten Sponsoren und Förderern und von Ihnen, liebes Publikum dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Der St. Pauler Kultursommer ist im Laufe seiner Geschichte zu einer Institution geworden, die überregional und länderübergreifend Menschen durch Kultur verbindet.

Was 1979 als kleine kulturelle Initiative begann, wurde später in den „Verein der Freunde des St. Pauler Kultursommers“ übergeführt, der nun unter dem Vorsitzvon Dekan Mag. P. Siegfried Stattmann und der organisatorischen Leitung von Gerhard Suette für die Programmgestaltung und die Durchführung verantwortlich zeichnet. Das langfristig verfolgte Konzept der Setzung von Schwerpunkten durch Einladung junger Kärntner Künstler sowie von Künstlern benachbarter Länder, Engagementsinternational renommierter Solisten und Ensembles, die Berücksichtigung der alternativen Szene, die Einbindung der regionalen Jugend durch Schulen und Musikschulen sowie die musikalisch anspruchsvolle Gestaltung von Festmessen hat dem St. Pauler Kultursommer ständig steigende Besucherzahlen beschert.

Nachdem die Planungen für den 37. St.Pauler Kultursommer abgeschlossen sind, kann man bereits einen ersten Blick in das heurige Programm werfen. Nach der traditionellen Eröffnung am Pfingstsamstag folgen bis Mariä Himmelfahrt vierzehn Konzerte und drei Festmessen.

Beginnend mit einem Festgottesdienst am Pfingstsonntag - zur Aufführung kommt W.A. Mozarts Krönungsmesse durch den Stiftschor St. Paul - bietet der Kultursommer eine reiche Auswahl an Solisten und Ensembles. Neben einheimischen Nachwuchskünstlern konzertieren in der Stiftskirche Absolventen der Belcanto-Meisterklasse der Kunstuniversität Graz, ein Klezmer-Ensemble, der Landesjugendchor Kärnten mit den Greenwich Academy Madrigal Singers (USA) sowie der Cellist Franz Bartolomey mit der Pianistin Barbara Moser. Im Arkadenhof gastiert der Viola da gamba Consort „anima mea“ mithöfischer Musik und historischen Tänzen und in der Stiftskirche folgen ein Chorkonzert mit dem Herning Kirkes Drengekor aus Dänemark und ein Kammerkonzert für Violoncello und Harfe mit Hyazintha Andrej und Rahel Schweizer. Musik der Romantik spielen die Wiener Instrumentalsolisten und das Trio Musica Aurea vertritt die Kammermusikabteilung des Kärntner Landeskonservatoriums. Das AIMS Festival Orchestra Dallas-Graz wird wieder für orchestrale und vokale Höhepunkte sorgen, bevor die Mezzosopranistin Isabel Csarnecki einen Liederabend – u.a. mit Liedern von Hubert Steppan – bestreitet. Klarinettist Markus Fellner beschließt mit dem Trio Canoris am 9. August den diesjährigen Kultursommer.

Nähere Informationen sowie ABO-, Karten- und Gutscheinbestellungen sind ab sofort möglich unter der Telefonnummer 04357/2019 – 21 oder über kuso@kuso-stpaul.at sowie über die Homepage www.kuso-stpaul.at.

Das gesamte Konzertangebot wäre ohne Förderer und Sponsoren, denen an dieser Stelle herzlichst gedankt sei, so nicht möglich. Da in Zeiten öffentlichen Sparens auch die Kultur unter die Räder zu kommen droht, sind weitere Sponsorenallerdings sehr willkommen!

Ein großes Danke unserem + DI Dir. Reinhold Stöckler!

Es ist gar nicht leicht, eine Persönlichkeit, wie sie Herr DI Dir. Reinhold Stöckler darstellte, in einem Nachruf zu schildern, weil er sich in vielen öffentlichen Bereichen engagierte. Aber eines lässt sich überzeugend tun, ihm ein großes und ehrliches Danke zu sagen für seinen Einsatz, im Besonderen für den St. Pauler Kultursommer. Dank darf gesagt werden für seine Korrektheit und die oft von ihm auf den Punkt gebrachte ungeschminkte Offenheit. Aus Auszeichnungen hat er sich nie viel gemacht, auch wenn sie ihm zukamen. Das Wort Jesu - im Sonntagsevangelium (Mt 23 ff.) unmittelbar nach seinem Heimgang in der Nacht vom 15. auf den 16. November, trifft punktgenau das, was wir ihm wünschen; nämlich, dass Jesus auch zu ihm spricht: "Du bist ein guter und treuer Diener gewesen, komm nimm teil am Festmahl deines Herrn." Wir verabschieden uns von unserem lieben Reinhold am Donnerstag, dem 20. November 2014, um 10.30 Uhr, nach der Einsegnung und der Feier der heiligen Seelenmesse in der Stiftskirche St. Paul.Wir beten für unseren lieben verstorbenen am Dienstag in der Pfarrkirche St. Georgen i. Lav. und am Mittwoch in der Aufbahrungshalle St. Paul, jeweils um 19 Uhr.

Icon LocationSt. Pauler Kultursommer
Hauptstrasse 1
9470 St. Paul im Lavanttal
Kärnten