St. Pauler Kultursommer

Benediktinerstift St.Paul

Presseberichte

36. St. Pauler Kultursommer 2015


35. St. Pauler Kultursommer 2014

Das Benediktinerstift St. Paul voll Musik - der 35. St. Pauler Kultursommer´

Herr Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser eröffnete am Pfingstsamstag mit einem Zahlenspiel den fünfunddreißigsten St. Pauler Kultursommer: "Was haben die Zahlen 1091, 923, 35, 888 miteinander zu tun? – Im Jahr 1091 wurde das Stift St. Paul gegründet, seit 923 Jahren gibt es das Stift und seit 35 Jahren den Kultursommer - das heißt, 888 Jahre musste St. Paul ohne Kultursommer auskommen."

Allerdings spielte Musik in St. Paul wie in allen Klöstern immer und vor allem in der Liturgie eine große Rolle. Ein Beleg dafür sind die im Schatzhaus Kärntens ausgestellten ersten zu Pergament gebrachten und umsetzbaren Notationen aus dem 10. Jahrhundert. Musik hat seit Bestehen unseres Stiftes einen hohen Stellenwert und wird diesen hoffentlich zusätzlich zur Liturgie in Form des Kultursommers weiter haben.

So rund, geordnet und harmonisch die Eröffnung auch war, im Vorfeld gab es genügend Turbulenzen und Kapriolen in der Organisation unserer Kulturinitiative - selbst mit der be­währten fünfunddreißigjährigen Tradition. Was im Vorjahr gerade noch abgefangen werden konnte, das traf den Kultursommer diesmal sehr. Der Hl. Benedikt mahnte immer wieder niemals von der Hoffnung zu lassen. Und so kann nach dem Versprechen der Grundfinanzierung durch unseren Herrn Landeshauptmann und dem Ergebnis sehr aus­führlicher Gespräche über das Kunstförderungsgesetz im Bundeskanzleramt doch auch wieder ein Silberstreif am Horizont gesehen werden. Von Seiten des Vorstandes ist dafür ein aufrichtiges DANKE für jede Form der Unterstützung des St. Pauler Kultursommers für heuer und auch schon für die kommenden Jahre zu sagen.

Die Anerkennung der Wertigkeit des St. Pauler Kultursommers äußerte sich aber nicht nur in den Zusagen künftiger Förderungen, sondern seitens der Gemeinde auch durch die Auszeichnung verdienter Mitarbeiter: Stiftsdekan Mag. Siegfried Stattmann OSB, Vorsitzender des Vereines "Freunde des St. Pauler Kultursommers" sowie Dipl. Ing. Reinhold Stöckler, Organisatorischer Leiter, wurden mit der Goldenen Verdienstmedaille der Marktgemeinde St. Paul geehrt. Pädagoge, Leiter vieler Chöre und Obmannstellvertreter Siegfried Hoffmann sowie der langjährige Kassier des Kultursommers Siegfried Schaller wurden mit der Silbernen Verdienstmedaille bedacht.

Als musikalischer Teil der Eröffnungsfeierlichkeit erklang die Auftragskomposition „Essenzen“ des leider bald nach Beginn des Kultursommers verstorbenen Sebald Duller, vorgetragen durch das Bläserensemble der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle unter der Leitung von Adolf Streit.

Wesentliche Bestandteile des 35. St. Pauler Kultursommers waren, wie alljährlich, die Einbindung des Alpen-Adria Raumes und die Förderung junger Künstler aus unterschiedlichen Regionen, bereichert mit Musikern von Weltgeltung. Aufgeführt wurden zwei Festmessen und fünfzehn Konzerte unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen:

Die Verbundenheit des St. Pauler Kultursommers mit dem Benediktinerstift dokumentierte sich in der musikalischen Gestaltung der beiden Messen, durch ausgezeichnete Chöre: am Pfingstsonntag durch den Stiftschor mit einem Instrumentalensemble der Kunstuniversität Graz und im Juli durch den Singkreis Wolfsberg.

„Ala Zingarese“ eröffnete die Konzertsaison: Die österreichischen Großmeister des vierhändigen Klavierspiels, Eduard und Johannes Kutrowatz, ließen mit ihrem fulminanten Temperament, gepaart mit ausgereifter Musikalität und Spielgenuss jede atemberaubende Technik als Lappalie erscheinen.

Gefolgt von einem Chorkonzert der Extraklasse: der international ausgezeichnete „Komorni zbor AVE“ aus Ljubljana gastierte in der Stiftskirche und brachte Chorliteratur von der Renaissance bis zur Moderne zu Gehör.

Die Reihe „Junge Künstler“ begann mit einem Hauptanliegen des Kultursommers, dem Konzert der Musikschulen; dieses Jahr der Musikschulen Wolfsberg, St. Stefan und St. Margarethen.

Eine beeindruckende Probe der Chorkultur in Nordrhein-Westfalen brachte das „ensemble provocale düsseldorf“ mit romantischer Chorliteratur.

Aus Anlass des 150. Geburtstags von Richard Strauss gab die Staatsopernsopranistin Birgid Steinberger, am Klavier begleitet von Stephen Delaney, einen bejubelten Liederabend mit Liedern des Jubilars und Franz Schubert.

Es folgte das „Carinthia Saxophon Quartett“ mit einer Uraufführung von Guido Mancusi. Die Saxophonisten Gilbert Sabitzer, Gerhard Lippauer, Rudolf Kaimbacher und Günter Lenart waren vielen durch ihre großartigen Konzerte bekannt.

In Folge war ein Liederabend mit Elisabeth Kulman und Eduard Kutrowatz geplant. Frau Kulman erkrankte leider, konnte aber innerhalb von nur zwei Tagen grandios ersetzt werden. Staatsoperntenor Herbert Lippert schüttelte ein Programm aus dem Ärmel, das, souverän interpretiert, einen großen Bogen von Ludwig van Beethoven bis Erich Wolfgang Korngold spannte.

Das „Ensemble Triagonale“ begeisterte mit barocker Musik das Publikum zu „standing ovations“.

Als Glücksfall nicht nur für St. Paul sondern für die ganze Region Unterkärnten erwies sich wieder das Orchesterkonzert des „American Institute of Musical Studies“ (AIMS) mit seinem Programm „Alleluja!“, geistliche Musik aus Opern.

In der Reihe „Junge Künstler“ eroberten die St. Andräer Brüder Christoph und Markus Murke bei ihrem ersten gemeinsamen Konzert in der Stiftskirche St. Paul mit Perlen der Lied- und Arienliteratur die Herzen des Publikums.

Die nächsten „Jungen Künstler“, das „Colart Duo“, mit der Lavanttalerin Martina Stückler am Saxophon und Mara Zandersone aus Lettland am Klavier brachten ein hochinteressantes klassisches Saxophonkonzert.

Im Programmpunkt „Magnificat“ waren barocke Meisterwerke im Originalklang durch das „Collegium instrumentale“ – Herzstück von Musica Coeli Graz – und den Projektchor „Cantus Carinthiae“ zu hören; ein großartiger Abend, vom Publikum begeistert und stehend beklatscht.

Exzellente musikalische Kost boten in ihrem Kammerkonzert die „Jungen Künstlerinnen“ Hyazintha Andrej am Violoncello und Mari Kiyofuji am Klavier. Zur Aufführung gelangten Werke von Beethoven und Schostakowitsch.

Den Abschluss der Reihe „Junge Künstler“ bildete, begeistert beklatscht, das „Ensemble für Alte Musik La Follietta“ mit Musik von Vivaldi und seinen österreichischen Zeitgenossen auf barocken Instrumenten interpretiert.

Fünf Klarinettisten und eine Sängerin, das „Ensemble Woodwind“, beendeten mit ihrem Kammerkonzert „Virtuosität und Bel Canto“ fulminant den 35. St. Pauler Kultursommer.

Wie oben zu lesen, hat Dipl. Ing. Reinhold Stöckler als organisatorischer Leiter des St. Pauler Kultursommers auch dieses Jahr ein hochansprechendes Programm zusammengestellt, das -wie es den Besucherzahlen, immerhin ca. 3500 Zuhörer - zu entnehmen ist, ausgezeichneten und hörenswerten Anklang fand. Die Mitarbeiter des St. Pauler Kultursommers danken ihrem „Chef“ und wünschen ihm, er möge sich möglichst rasch erholen.

Der Vorstand des Vereins der Freunde des St. Pauler Kultursommers möchte sich auch bei allen Subventionsgebern, Sponsoren, Förderern, Partnern sowie Besuchern für die Unterstützung des 35. St. Pauler Kultursommers herzlich bedanken und bittet gleichzeitig um Aufrechterhaltung der großzügigen Treue für den nächstjährigen Kultursommer!

Besonders zu danken ist unserem Benediktinerstift St. Paul: Die Hilfe, die das Stift dem Verein der Freunde des St. Pauler Kultursommers gewährt, wäre monetär zwar bewertbar, wird aber im Sinne des Hl. Benedikt dem Festival und damit allen Konzertbesuchern unentgeltlich gewährt. Dafür nochmals vielen Dank.

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Unterkärntner Nachrichten, 6. August 2014

Vivaldi & Co auf barocken Instrumenten

Und noch einmal Originalklang: Am vergangenen Donnerstag hat sich das neue Kärntner „Ensemble für Alte Musik LA FOLLIETTA“ zum zweiten Mal an die Öffentlichkeit gewagt und Musik von Vivaldi und seinen österreichischen Zeitgenossen auf barocken Instrumenten interpretiert. Um es kurz zu sagen, das Wagnis ist geglückt und hat sich gelohnt! In wechselnden Besetzungen vom Trio bis zum neunköpfigen Ensemble standen Werke von Johann J. Fux, Johann H. Schmelzer, Heinrich Ignaz F. Biber, Isaac Posch und Antonio Vivaldi auf dem Programm und eröffneten eine verborgene musikalische Welt, die nur selten zu hören ist – eine Welt, in der Homophonie und Polyphonie sich virtuos mit affektvoller Ornamentik mischt. Das musikalische Produkt war dabei nicht das Werk eines Leiters oder einer Leiterin, sondern das Resultat einer gemeinsamen Interpretationsarbeit, zu der alle Ensemblemitglieder gleichermaßen beitrugen: Maria Karnberger und Martin Mimura (Violine), Hanne Eisenhut (Violine und Viola), Robert Rasch (Cello), Martin Brunner (Kontrabass), Sabine Mildner (Oboe und Flöte), Katharina Humpel (Oboe), Clemens Böhm (Fagott) und Ana Maria Ospina (Cembalo). Also: Alle vor den Vorhang!
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 6. August 2014

Barocke Meisterwerke im Originalklang

Barockmusik mit heutigen Instrumenten aufzuführen, hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend als unzulänglich erwiesen. Immer mehr Ensembles haben sich daher dem barocken „Originalklang“ verschrieben. Das Collegium instrumentale – Herzstück von Musica Coeli Graz – hat am vergangenen Donnerstag in der Stiftskirche St. Paul in diesem Sinne hervorragend barock musiziert. Das wunderbar aufeinander eingespielte Kammerochester hat mit Telemanns Konzert in D-Dur ein Programm eröffnet, das von diesem exakten, aber doch weichen und unaufdringlichen Klang getragen wurde. Exzellent und virtuos musizierte Katalin Horvath auf der Barock-Querflöte mit einem nochmals reduzierten Ensemble das Konzert für Flöte , Streicher und Basso Continuo in G-Dur von Johann J. Quantz.

Der Hermagorer Chorleiter Hans Hubmann hat die Chance ergriffen, mit diesem Kammerorchester und seinem Projektchor Cantus Carinthiae zwei geistliche Werke aufzuführen: Gottfried H. Stölzels „Te Deum“, ein zu Unrecht selten zu hörendes Werk, und Johann Sebastian Bachs „Magnificat“. Der exakt einstudierte Chor meisterte die anspruchsvollen Werke mit großer Begeisterung. Eine gute Hand bewies Hubmann auch bei der Auswahl der Gesangssolistinnen und –solisten: Birgit Stöckler und Vanessa Lessjak, Sopran, Katinka Krisper, Alt, Michael Paumgarten, Tenor und Martin Leitner, Bass; wobei die jüngste unter ihnen, Birgit Stöckler, mit ihrer samtigen und klaren Stimme besonders aufhorchen ließ. Insgesamt also war es ein großartiger Abend, vom Publikum begeistert stehend beklatscht.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 30. Juli 2014

Die Perlenfischer Christoph und Markus Murke

Mit Perlen der Lied- und Arienliteratur eroberten Christoph Murke, Bariton, und Markus Murke, Tenor, die Herzen des Publikums bei ihrem ersten gemeinsamen Konzert in der Stiftskirche St. Paul. Der Heimvorteil – die beiden Künstler stammen aus St. Andrä und sind als „Neffen“ noch in guter Erinnerung –, der sich auch als Bumerang erweisen könnte, brachte ihnen regen Publikumszuspruch und Standing Ovations.

Im ersten Teil des Konzerts standen Lieder von Schubert, Schumann und R. Strauß auf dem Programm, in denen die beiden jungen Künstler abwechselnd ihre Qualitäten unter Beweis stellten. Mit seinem schlanken und hellen Tenor interpretierte Markus Murke sehr einfühlsam und kontrolliert Bekannte Lieder aus „Die schöne Müllerin“ und „Winterreise“. Aber auch Bariton Christoph Murke ließ es nicht an stimmlichem Ausdruck mangeln und ergänzte sich im Wechsel mit seinem Zwillingsbruder Markus hervorragend. Nach der Pause tropften die Opernarien von Mozart, Donizetti, Verdi, Gounod, Leoncavallo und Wagner wie Honig in den Raum und mündeten schließlich in die Duette aus „Don Carlos“ und „Die Perlenfischer“, die ihre Wirkung nicht verfehlten.

Markus Murke hatte sein Operndebüt 2013 bei den Salzburger Festspielen und ist ab Herbst Mitglied im Opernstudio der Bühnen Wuppertal. Christoph Murke unterrichtet Gesang am BORG Murau und an der Musikschule Fehring.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 23. Juli 2014

Ein Glücksfall!
Das American Institute of Musical Studies gastierte in St. Paul

Als Glücksfall nicht nur für St. Paul sondern für die ganze Region Unterkärnten erweisen sich immer wieder die Sommerkurse des American Institute of Musical Studies (AIMS) in Graz, die alljährlich im Juli und August veranstaltet werden und in vielen Konzerten in Graz und Umgebung ihr umfangreiches Repertoire hören lassen. Würde man diese Auftritte in St. Paul nach Aufwand und Klangvolumen beurteilen, so wäre dem AIMS-Orchester der erste Platz sicher! Aber es geht um etwas anderes: Wo und wann könnte man zwischen Klagenfurt und Graz jemals Teile aus romantischen Opern oder ein Orchesterwerk Bartoks in Originalbesetzung hören und sehen, wenn nicht beim St. Pauler Kultursommer?

Schon mit Vicenzo Bellinis Ouverture zu „Norma“ zeigte Dirigent Alexander Kalajdzic, zu welch intensiver und präziser Interpretation dieses Orchester fähig ist. Sehr interessant waren darauf die gesanglichen Interpretationen von Arien und Ensembles zum Thema „Geistliche Musik aus Opern und Oratorien“ von zwölf(!) SolistInnen auf unterschiedlichem Niveau, die aber großteils höchst professionell agierten. Besonders beeindruckend interpretierte die blinde Sopranistin Katelyn McIntyre eine Arie aus Händels Messiah. Ebenso blieben die Sopranistinnen Tamsen Glaser und Jennifer Moore mit professionellen dramatischen Interpretationen von Arien aus Verdi-Opern nachhaltig im Gedächtnis.

Den orchestralen Höhepunkt bildete schließlich das „Konzert für Orchester“ von Bela Bartok, das dem riesigen Orchester ein Höchstmaß an Konzentration und Artistik abverlangt. Alexander Kalajdzic und das AIMS-Orchester ernteten für ihre mitreißende Interpretation den verdienten heftigen Applaus. Die Zugabe, die „Festival Ouverture“ von Dimitri Schostakowitsch, war der Dank an das begeisterte Publikum.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 23. Juli 2014

Cool man statt Kulman

Binnen kürzester Zeit einen gleichwertigen Ersatz für Elisabeth Kulman zu finden sei fast unmöglich? Eduard Kutrowatz macht`s möglich! So kam das Publikum des St. Pauler Kultursommers doch noch in den Genuss eines Liderabends der ersten Liga.
Staatsoperntenor Herbert Lippert schüttelte ein Programm aus dem Ärmel, das wegen der Kurzfristigkeit zwar nicht auswendig gesungen, aber trotzdem souverän interpretiert, einen großen Bogen von L. v. Beethoven bis Erich W. Korngold spannte. Auch in den Liedern von Hugo Wolf, Franz Liszt und schließlich Richard Strauss zeigte sich die Wandlungsfähigkeit des Heldentenors, der besonders bei den Liedern aus dem "Italienischen Liederbuch" Wolfs auch seine intime lyrische Seite hervorkehrte.
Und Eduard Kutrowatz? Was kann man über ihn noch sagen, was in all den Jahren seiner Auftritte in St. Paul noch nicht gesagt wurde? Wo Kutrowatz draufsteht ist auch Kutrowatz drinnen!
Insgesamt war der Liederabend wie eine Vorahnung auf das anschließende Weltmeisterschaftsspiel: widerstandslos fiel ein Treffer nach dem anderen in die Herzen des Publikums. Nur der St. Pauler Stiftswein und der Heidelbeerschmarren beim Poppmeier konnten diesen Abend für die Künstler noch toppen. Für den Kultursommer war doch ein Meister vom Himmel gefallen.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 2. Juli 2014

Liederabend mit Birgid Steinberger

Aus Anlass des 150. Geburtstags von Richard Strauss gaben Birgid Steinberger und Stephen Delaney am vergangenen Sonntag einen Liederabend in der Stiftskirche St. Paul mit Liedern von Schubert und Strauss. Birgid Steinberger, seit 1993 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und Volksoper, ist als lyrischer Sopran in Oper und Operette gleichermaßen zu Hause. Mit ihrem glockenklaren Sopran interpretierte sie die Schubert-Lieder im ersten Teil des Konzerts scheinbar schwerelos und sehr innig. Bei den Liedern von Richard Strauss kam ihre langjährige Bühnenerfahrung noch mehr zur Geltung und die Lieder wurden quasi zu kleinen Opernszenen. Ein Höhepunkt war wohl „Morgen“ in einer atemberaubend ruhigen, aber spannenden Interpretation. Für den Gesamteindruck entscheidend mitverantwortlich war natürlich der ebenbürtige Begleiter am Klavier, Stephen Delaney. Er ist dem St. Pauler Publikum kein Unbekannter, hat er hier doch schon viele SolistInnen begleitet. Nie im Vordergrund, immer die Textur der Musik und die Textbedeutung interpretierend, war er der Solistin ein genialer Partner.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 25. Juni 2014

Ensemble Provocale Düsseldorf
Keine Provokation!

Eine Probe der Chorkultur in Nordrhein-Westfalen gab es am vergangenen Freitag in der Stiftskirche St. Paul zu sehen und zu hören. Das „ensemble provocale düsseldorf“ gastierte beim St. Pauler Kultursommer. Der 1983 von Sebastian Voges gegründete Kammerchor an der Lutherkirche in Düsseldorf ist ein Konzertchor, der jedes Jahr ein Programm erarbeitet, das diesmal unter dem Thema „und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus“ stand. Mit romantischer Chorliteratur von –Johannes Brahms, Robert Schumann und Max Reger sowie zwei Zyklen von Ralph Vaughan Williams und Samuel Barber stellte das 22-köpfige Ensemble sehr ausgewogen, aber auch stimmgewaltig („Vier doppelchörige Gesänge“ von Schumann!) und sicher seine Qualität unter Beweis. Für die Qualität bürgt auch Chorleiter Sebastian Voges, der u.a. Kantor an der Lutherkirche und Bariton-Solist ist. Für die Kärntner Konzertszene war dieses Konzert also sicher keine „Provocation“, sondern eine Bereicherung!
RG

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Lavanttaler/Regionalmedien

St. Pauler Kultursommer

Zum 35. Mal erfüllen im Rahmen des St. Pauler Kultursommers festliche Klänge das Stift St. Paul
Bis August finden fünfzehn Konzerte im besonderen Ambiente der romanischen Basilika des Stift St. Pauls statt. "Wir haben kein übergreifendes Thema sondern achten darauf, dass sich ein bunt gemischtes Programm, mit einer breiten Palette von Instrumenten, ergibt", so Reinhold Stöckler, organisatorischer Leiter.

Programm. Am 20. Juni findet ein Chorkonzert mit dem Ensemble Provocale Düsseldorf unter der Ltg. von Sebastian Voges statt. 29. Juni - Liederabend mit Birgid Steinberger (Sopran) und Stephen Delaney (Klavier). 4. Juli - Carinthia Saxophon Quartett. 8. Juli - Liederabend mit Elisabeth Kulman (Mezzosopran) und Eduard Kutrowatz (Klavier). 13. Juli - Ensemble Triagonale. 18. Juli - Orchesterkonzert mit AIMS Graz. 23. Juli - Arien und Duette von Christoph Murke (Bariton), Markus Murke (Tenor) und Apostolos Kallos (Klavier). 25. Juli - Colart Duo bestehend aus Martina Stückler (Saxophon) und Mara Zandersone (Klavier). 31. Juli - Cantus Carinthiae mit "Musica Coeli" (Collegium Instrumentale - Graz). Am 1. August musizieren Hyazintha Andrej (Cello) und Mari Kiyofuji (Klavier), am 7. August das Barockensemble La Follietta und am 12. August das Ensemble Woodwind der MS Mautern.

REGIONALMEDIEN Gewinnspiel:
5x2 Karten gewinnen

Der Lavanttaler verlost fünf Mal zwei Karten für den St. Pauler Kultursommer der Kat. S im Wert von je 25 Euro. Schicken Sie das Kennwort "Kultursommer" per Postkarte an den LAVANTTALER, Rossmarkt 2, 9400 Wolfsberg oder mittels E-Mail an lavanttal@kregionalmedien.at oder per SMS (keine Mehrwertnummer) an 0676/8501122. Einsendeschluss: 27. Juni 2014. Bitte vollständige Kontaktdaten inkl. Telefonnummer angeben. Gewinner werden telefonisch verständigt.

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Unterkärntner Nachrichten, 18. Juni 2014

Komorni zbor AVE gastierte in der Stiftskirche

Am Freitag bot der St. Pauler Kultursommer ein Konzert der Extraklasse: der international ausgezeichnete Komorni zbor AVE aus Ljubljana gastierte in der Stiftskirche. Unter der Führung der jungen, energiegeladenen künstlerischen Leiterin Jerica Gregorc Bukovec entfalltete der Kammerchor ein unglaubliches Klangvolumen, das unter den Händen der Dirigentin aber auch in einem Pianissimohauch entschweben konnte.
Das Programm zeigte auch die Vielfalt des Repertoires des Chors: Mittelalterliche Lieder aus der spanischen Sammlung Llibre Vermell de Montserrat eröffneten das Konzert mit Instrumenten der Zeit und einer schlichten aber wirkungsvollen Choreographie des Chores. Richtig wohl fühlte sich nicht nur die slowenische Sängerseele naturgemäß bei den Werken slowenischer Komponisten aus dem 20. Jahrhundert, wobei eine Übersetzung der Texte hilfreich gewesen wäre. Emotional einfühlsam und sprachlich sehr deutlich wurden Johannes Brahm´s Zigeunerlieder op. 103, ein Prüfstein der romantischen Chorliteratur, interpretiert. Chormusik dieser Qualität war in der Stiftskirche lange nicht zu hören!
RG

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Kleine Zeitung, 13. Juni 2014

Wellen der Begeisterung
Eduard und Johannes Kutrowatz glänzten mit Vierhändigem am Klavier:

Dass der Kultursommer in St. Paul in puncto Qualität mit anderen Festivals im Lande mithalten kann, ist längst bewiesen. Vor allem bei Höhepunkten, wie das zweifelsohne der Klavierabend mit den Brüdern Eduard und Johannes Kutrowatz unter Beweis stellte. Die beiden Burgenländer, die auch als Intendanten des Liszt-Festivals in Raiding einen ausgezeichneten Ruf genießen, boten Vierhändiges am Klavier vom Feinsten. Das Programm dominierte Franz Schubert mit einem zartfühlend gespielten "Deutschen" (D 618) mit Trios, dessen gemütlicher Landlerton melancholisch verklärt daherkam. Nicht minder elegisch gaben die vier Hände wie aus einem Guss das grüblerische "Divertissement á la hongroise" (D 818), in dem Schuberts folkloristische Zitate angenehm zurückhaltend, zugunsten feinerer Linien und glänzender Klangflächen, ihren Platz fanden.
Temperamentvoller ging es dann bei den "Vier Polonaisen" (D 599) des jungen Schubert zur Sache. Gut strukturiert machten sie den Charakter des gehobenen Schreittanzes und seinen affektiven Gehalt klar. Eine emotionale Welle im Publikum aber löste der "Marche militaire" (D 733) aus, bei dem das Klavierduo gleich eine ganze Militärkapelle im Flügel auf- und abmarschieren ließ.
Volle Begeisterung aber brach aus mit Franz Liszts "Ungarischer Rhapsodie Nr. 2", bei der die Gebrüder ihre große Virtuosität voll ausspielen konnten. Mit grandioser Technik wurden die furiose Akkordik und ein rasend schnell dahinschießendes Oberstimmengeflecht in den Ruam gezaubert.
Standing Ovations!
WILLI RAINER

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Unterkärntner Nachrichten, 18. Juni 2014

Vier Hände, zwei Köpfe, ein Geist!

Mit einem „Paukenschlag“ startete der St. Pauler Kultursommer am vergangenen Mittwoch in seine 35. Saison. So könnte man sagen, wäre es nicht ein Flügel gewesen. Die österreichischen Großmeister des vierhändigen Klavierspiels, Eduard und Johannes Kutrowatz, ließen mit ihrem fulminanten Temperament gepaart mit ausgereifter Musikalität und Spielgenuss jede atemberaubende Technik als Lappalie erscheinen. Eine solche Übereinstimmung in der Umsetzung der musikalischen Empfindung wird man selten finden, die Brüder Kutrowatz scheinen musikalisch eineiige Zwillinge zu sein.

Auf dem Programm stand viel Schubert, zu viel, könnten Kritiker einwenden. Aber ob es die „Deutschen“ waren, die Polonaisen oder der Militärmarsch - die differenzierte Dynamik und Agogik formten aus jedem Stück ein berührendes Klangrelief. Die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt in der Originalfassung für Klavier zu vier Händen setzte den grandiosen Schlusspunkt. Unmittelbare Standing Ovations waren die logische Konsequenz!
RG

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Sommerzeit - Kulturzeit

Am Pfingstsamstag wurde der 35. St. Pauler Kultursommer im Artrium des Benediktinerstiftes St. Paul feierlich eröffnet.

Das Ensemble der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle St. Paul unter der Leitung von Kapellmeister Adolf Streit umrahmte die Eröffnung mit einigen für diesen Anlass komponierten Essenzen Sabald Dullers. Nach den Grußworten des Vorsitzenden des Vereines "Freunde des St. Pauler Kultursommers" Stiftsdekan Siegfried Stattmann und des Bürgermeisters Herman Primus präsentierte Organisator Reinhold Stöckler das Programm des heurigen Kultursommers. Labg. Markus Malle richtete seine Grußworte an die Anwesenden, danach eröffnete LH Peter Kaiser seine Rede mit einer Frage: "Was haben die Zahlen 1091, 923, 35, 888 miteinander zu tun? - Im Jahr 1091 wurde das Stift St. Paul gegründet, seit 923 Jahren gibt es das Stift und seit 35 den Kultursommer - das heißt, 888 Jahre musste St. Paul ohne Kultursommer auskommen." Anschließend eröffnete er den St. Pauler Kultursommer.

Ehrungen. Im Anschluss an die Eröffnung des Kultursommers ehrte Bürgermeister Herman Primus Personen, die sich um den Kultursommer verdient machten mit Verdienstmedaillen. Stiftsdekan Siegfried Stattmann, Vorsitzender des Vereines "Freunde des St. Pauler Kultursommers" sowie Reinhold Stöckler wurden mit der Goldenen Verdienstmedaille der Marktgemeinde St. Paul geehrt. Pädagoge, Leiter vieler Chöre und Obm.Stv. Siegfried Hoffmann sowie langjähriger Kassier des Kultursommers Siegfried Schaller wurden mit der Silbernen Verdienstmedaille bedacht. Die vier Herrschaften durften sich in das Goldene Buch der Marktgemeine St. Paul eintragen.
Sabrina Steiner, Lavanttaler

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Eröffnungsrede DI Reinhold Stöckler:

Sehr geehrter Herr Abt, werter Pater Siegfried, werte Mitglieder des Konvents!
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Sehr geehrte Festgäste!

Nachdem die Auszeichnungen erst nach der Eröffnung übereicht werden, darf ich mitteilen, dass Herr Sebald Duller erstmalig von uns einen Kompositionsauftrag erhalten hat. Sehr dankbar bin ich für das Aufstellen der beiden Hinweisschilder an den Ortseingängen, die neben diversen Veranstaltungen auch den St. Pauler Kultursommer ankündigen.

Wesentliche Bestandteile des St. Pauler Kultursommers sind die Festmessen, die gleichsam der Verherrlichung Gottes in der Tradition der Benediktiner dienen, weiters die starke Einbindung des Alpen-Adria Raumes und die Förderung junger Künstler aus unterschiedlichen Regionen.
Nun möchte ich einen kurzen Überblick über das heurige Programm bringen:
Bereits morgen um 10 Uhr dürfen wir Mozarts Krönungsmesse genießen. Es dirigiert unser Stiftskapellmeister Michael Schadler. Es musizieren der Stiftschor St. Paul mit den Instrumentalisten der Grazer Kunstuniversität und den Solisten Birgit Stöckler, Mette Schallegger, Andrejus Kulinovas und Josef Pepper.

Bereits am Mittwoch folgt der Klavierabend mit den Brüdern Johannes und Eduard Kutrowatz. Ich bin sehr dankbar über die Zusammenarbeit und das finanzielle Entgegenkommen von Eduard Kutrovatz, da er weiß, was ein Anbieter unserer Größenordnung sich leisten kann.
Am Freitag, dem 13. Juni werden wir dem Alpen-Adria Gedanken gerecht. Es gastiert der renommierte Chor AVE aus Laibach in St. Paul. Der international erfolgreiche Chor kann viele Auszeichnungen und Preise vorweisen. Für Freunde der gehobenen Chormusik ein MUSS!
Am 17.6. folgt in der Reihe „Junge Künstler“ ein Konzert der Musikschulen Wolfsberg, St. Stefan und St. Margarethen in St. Paul. Bitte unterstützen Sie die großartige Arbeit der Musikschulen des Tales durch ihren Besuch!

Auf Empfehlung meines Mitarbeiters Robert Gritsch gastiert das Ensemble Provocale aus Düsseldorf am Freitag, den 20. Juni unter der Leitung von Sebastian Voges in der Stiftskirche. Das etwa 25-köpfige Chorensemble bringt hauptsächlich Werke der a-capella Literatur von der Renaissance bis zur Moderne zur Aufführung.

Den Liederabend mit Birgid Steinberger und Stephan Delaney am 29.6., kann man als weiteres Highlight bezeichnen.
Am 4. Juli folgt das Carinthia Saxaphon Quartett mit einer Uraufführung von Guido Mancusi . Die Saxophonisten Gilbert Sabitzer, Gerhard Lippauer, Rudolf Kaimbacher und Günter Lenart sind sicher vielen von Ihnen durch ihre großartigen Konzerte bekannt.

Der Festgottesdienst mit dem Singkreis Wolfsberg unter der Leitung von Mag. Robert Gritsch folgt am Sonntag, den 6. Juni um 10 Uhr. Zur Aufführung gelangt Georg Rheinbergers Messe: „Missa brevis in G, op.151“. Wir freuen uns immer sehr über die vielen BesucherInnen aus dem Raume Wolfsberg.
Der Liederabend „Frauenliebe und Leben“ mit Elisabeth Kulman und Eduard Kutrowatz stellt heuer wohl den Glanzpunkt für klassischen Gesang unserer Konzertreihe dar. Elisabeth Kulman gilt als eine der führenden Mezzosopranistinnen und Altistinnen ihrer Generation. Sie überzeugt Publikum und Kritik gleichermaßen durch ihr kostbares, farbintensives Timbre, sowie ihre charismatische Bühnenpersönlichkeit und musikalische Vielseitigkeit.
Das Ensemble Triagonale folgt am Sonntag, den 13. Juli. Ich freue mich schon auf dieses Konzert der etwas anderen Art. Wir werden eine Theorbe, gespielt von Daniele Caminiti hören. Die Theorbe ist eine romantische Gitarre, zu der Michael Paumgarten singen wird. Dazu werden Texte von Joana Tscheinig rezitiert.

Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr 30. Das einzige Konzert, das um 20 Uhr beginnt, ist das Orchesterkonzert von AIMS am 18. Juli. Das American Institute of Musical Studies in Graz ist eine der ältesten und erfolgreichsten Sommerakademien der Welt und bringt bereits seit 44 Jahren hunderte junge Künstler aus allen Erdteilen der Welt für sechs Wochen in Graz zusammen.

Das beeindruckende AIMS Festival Orchestra Graz wird von Alexander Kalajdcic dirigiert.

In der Reihe „Junge Künstler“ folgt ein Liederabend mit den aus St. Andrä stammenden Brüdern Christoph und Markus Murke. Sie singen Lieder und Opernarien aus mehreren Epochen. Sie werden von Apostollos Kallos am Fazioli Flügel begleitet.
Am Freitag, den 25. Juli folgen die nächsten jungen Künstler. Wir hören ein klassisches Saxophonkonzert. Es spielt das Colart Duo, mit der Lavanttalerin Martina Stückler am Saxophon und Mara Zandersone am Klavier.

Am 31. Juli erleben wir ein beeindruckendes Orchesterkonzert auf historischen Instrumenten mit dem Cantus Carinthiae und dem Orchester Musica coeli aus Graz unter der Leitung von Hans Hubmann. Unter anderem wird das berühmte „Magnificat“ von J.S. Bach aufgeführt. Meine Tochter Birgit wird gemeinsam mit den Solisten Vanessa Lessjak, Katinka Krisper , Michael Paumgarten und Christof Glantschnig zu hören sein.
Bereits am nächsten Tag erleben wir ein Kammerkonzert mit Hyazintha Andrej am Violoncello und Mari Kiyofuji am Klavier. Zur Aufführung gelangen Werke von Beethoven und Schostakowitsch .

In der Reihe "Junge Künstler" folgt am 7. August unter dem Titel "Vivaldi trifft die österreichische Grandezza" das Barockensemble La Follietta. La Follietta ist der Name eines ungewöhnlich, jungen Barockensembles aus Kärnten, das sich mit Spielfreude und Virtuosität der Barockmusik verschrieben hat. Ziel ist es, den Geist und den Klang dieser Epoche heute und jetzt leibhaftig spür- und hörbar zu machen.
Das Ensemble Woodwind , ein Klarinettenensemble, beschließt am 12. August unser Programm. Die Vielseitigkeit der Klarinette eröffnet dem Quintett die Tür zu einem breit gefächerten Repertoire.

Freuen Sie sich mit mir auf ein abwechslungsreiches Programm!

Abschließend möchte ich mich bei Abt Heinrich, Pater Siegfried und allen meinen Mitarbeitern, die Großartiges leisten, sehr herzlich bedanken. Weiters möchte ich mich bei allen Sponsoren und Förderern sowie jedem einzelnen Abo –Inhaber und KonzertbesucherInnen für Ihre Treue bedanken!

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Eröffnungsrede P. Siegfried Stattmann OSB:

Eröffnung des St. Pauler Kultursommers 2014

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann und Ehrengäste,
verehrte Förderer, Abonnenten und Freunde des St. Pauler Kultursommer, geschätzte Musiker,
lieber Abt Heinrich und liebe Mitbrüder!

Mit den festlichen und tragenden Klängen der Altlavanttaler Trachtenkapelle dürfen wir alljährlich den St. Pauler Kultursommer einbegleiten und alle, die unsere Einladung aufgenommen haben, willkommen heißen.

So rund, geordnet und harmonisch siech die alljährliche Eröffnung auch darstellen mag, im Vorfeld - das dürft ihr wissen - gibt es immer genügend Möglichkeiten - dass sich Turbulenzen und Kapriollen in der Organisation einer Kulturinitiative - selbst mit einer bewährten 35jährigen Tradition - einstellen können. Was wir im Vorjahr gerade noch abfangen konnten, das traf - trotz großem Bemühen unsererseits - uns diesmal sehr. Der Hl. Benedikt mahnt uns Mönche immer wieder - niemals von der Hoffnung zu lassen - und so sehen wir - nach einem sehr ausführlichen Gespräch über das Kunstförderungsgesetz - im Bundeskanzleramt vor zwei Wochen - doch auch wieder einen Silberstreif am Horizont, jedenfalls sicher für 2015, für den St. Pauler Kultursommer. Von Seiten des Stiftes St. Paul, sage iche ein ehrliches und offenes DANKE für jede Form der Unterstützung des St. Pauler Kultursommers für heuer und auch schon für die kommenden Jahre!

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St. Pauler Kultursommer 2013

Sommermonate in schönstem Klavier(ein)klang

Das Klavier als ständigen Begleiter genossen die Freunde des St. Pauler Kultursommers diesen Konzertsommer im Stift St. Paul.

Gemäß der Tradition wurde der bereits 34. St. Pauler Kultursommer am Pfingstsamstag, dem 18. Mai, im Artrium des Benediktinerstiftes eröffnet. Die Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle gab uns hier einen Vorgeschmack und bestätigte mit ihrem Können die Worte unserer LhStv. Frau Dr. Gabi Schaunig, wie grau ein Leben ohne Musik wäre. Wie eng der St. Pauler Kultursommer mit dem Stift verbunden ist, zeigte sich dieses Jahr erneut in den beiden Festmessen, bei denen brillante Chöre, am Pfingstsonntag der MGV Obdach und zur Jubiläumsfeier von Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB der Kirchenchor Liesing, den Kirchenraum zum Hallen brachten. Mit ebensolcher Inbrunst und Hingabe sangen die Jüngsten aus der Reihe „Junge Künstler“, die als Lavantaler Schülerchöre ihr Können unter Beweis stellten.

Den Bogen von den Chören hin zum Sopran spannte zusammen mit dem Phönix Bläserquintett die beeindruckende Stimme von Lisa Cristelli. Mit dem Merlin Ensemble Wien hielt der Schelm Einzug in die heiligen Mauern des Stiftes – „Till Eulenspiegel“ verpackt in Richard Strauss und Johannes Brahms. Der A-cappella-Chor Villach leitete uns am 14. Juni von der Reformation weg hin zur Romantik, mit der Botschaft „Genießt die Zeit, die Gott verleiht“. Eine völlig eigene Form der Spiritualität erlebte das Publikum am 21. Juni mit armenischer Folkmusik. Karen Asatrian & Armenian Spirit featuring Tamara Obrovac brachten fremde Klänge nach St. Paul, Klavierklänge in Symbiose mit unterschiedlichsten Instrumenten. Ein eindrucksvolles Konglomerat aus Gesang, Performance und finnischem Brauchtum bot der Universitätschor APZ Tone Tomšič Ljubljana unter der Leitung von Sebastjan Vrhovnik.

Weiter ging die musikalische Reise dann mit Waltraud Mucher und Suzanne Bradbury mit ihrer „Voyage à Paris“. Wegbegleiter waren F. Poulec, E. Satie, M. Ravel und Kurt Weill. „Freudvoll und Leidvoll“ war nur der Titel des Liederabends bei Ildikó Raimondi und Eduard Kutrowatz am 09. Juli. Unter dem Publikum Freude zu verbreiten, das gelang den beiden Künstlern mit Bravour. Wiederum eine Reise, diesmal eine durch ein bemerkenswertes Leben, wurde am 14. Juli mit dem Kirchenchor Liesing gefeiert. Feierlich begangen das Dreifachjubiläum von Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB viele Freunde und dem Hausherrn Wohlgesinnten. Florian Kitt und Aima Labra-Makk brachten am letzten Konzert im Juli Georges Bizets Carmen nach St. Paul. Neben Strawinsky, Nigel Osborne und Janacek ein sehr ausgefallenes Programm.

Am 1. August durfte das Publikum junge Talente hören und sich auf künftige Auftritte talentierter MusikerInnen freuen. Birgit Stöckler als aufstrebende Sopranistin aus St Paul, begleitet von Marie Sophie Groß am Klavier, Georg Klimbacher, ein Bariton aus Gurk, und Yosuke Osada erfüllten alle Erwartungen und noch mehr. Einem großen Kompononisten wurde am 06. August gehuldigt. Zum 200. Geburtstag von Guiseppe Verdi gaben Luisa Sello mit Querflöte und Carlo Corazza am Klavier ein wunderbares Kammerkonzert.

Den Abschluss des 34. St. Pauler Kultursommers machten Studierende des Kärntner Landeskonservatoriums, Elisabeth Wöhrer mit der Violine und Davorin Mori am Klavier. Ein besonderes musikalisches Gustostück hatten sie mit im Gepäck: Eine Uraufführung einer Sonate für Violine und Klavier des jungen slowenischen Komponisten und Geigers Matija Krečič.

Im Resumee: Egal wie sich Instrument und Stimmen heuer wandelten, bis zuletzt blieben Meister ihrer Klasse am Klavier sitzen.
Mag. Andrea Cvelf

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St. Pauler Kultursommer

Ein Fest der jungen Stimmen

Ein wichtiges Anliegen des St. Pauler Kultursommers ist die Förderung junger musikalischer Talente, die ein Startpodium brauchen. Diesmal waren es zwei Vokaltalente aus Kärnten, die mit einem Programm über Liebesfreud und Liebesleid eine große Fangemeinde angelockt hatten.

Die aus St. Paul gebürtige Sopranistin Birgit Stöckler, die erst kürzlich das Gesangs-studium sowie den Schwerpunkt Lied und Oratorium an der Grazer Kunstuniversität abgeschlossen hat, begeisterte das Publikum mit ihrer natürlichen und glockenhellen Stimme. In Liedern von Clara Schumann, Franz Schubert und Gastav Mahler zeigte sie - wunderbar unterstützt am Flügel von Marie Sophie Groß - mit großer Sicherheit ihr vielseitiges Talent.

Georg Klimbacher aus Gurk hat seine ersten Studien ebenso in Graz abgeschlossen, führt sie aber bereits an der Kunstuniversität in Wien fort. Er hat seinen geschmeidigen Bassbariton in verschiedenen Stimmumgen sicher durch ein Programm aus Liedern von Johannes Brahms und Robert Schumann geführt. Auch sein Begleiter Yosuke Osada, selbst Sänger und Korrepetitor, trug sehr zum harmonischen Gesamteindruck bei.

Besonders reizvoll und innig kamen die beiden Stimmen jedoch in den Duetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann zum Tragen, in denen sie sich ideal ergänzten. Standing Ovations am Schluss des Konzertes haben diese beiden Talente gestärkt und man darf sicher gespannt sein, wie sie sich weiter entwickeln werden.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 31. Juli 2013

St. Pauler Kultursommer
Abseits ausgetretener Pfade

Ein Programm abseits ausgetretener Konzertpfade präsentierten Florian Kitt und Aima Labra-Makk beim letzten Konzert des St. Pauler Kultursommers.

Florian Kitt, Professor für Violoncello an der Kunstuniversität Graz, kann bereits auf ein reiches musikalisches Leben zurückblicken, ist er doch bereits seit den Siebzigerjahren als Solist gefragt. Er kennt nicht nur die gesamte klassische Literatur, sondern hat auch viele neue Werke aus der Taufe gehoben, wie z. B. Nigel Osborne`s "Roma Diary", das die Eindrücke des Komponisten im Kontakt mit Romas in verschiedensten Ländern beschreibt, aber zugleich auch höchste Ansprüche an den Solisten und die Pianistin stellt. Nicht weniger eindrucksvoll waren die Sonate op. 4 von Zoltan Kodaly, das "Märchen" von Leos Janacek sowie die Suite Italienne von Igor Strawinsky - relativ selten gespielte Werke, die das Publikum dankbar annahm. Wie immer, war auch hier der Part der "Begleiterin" sehr anspruchsvoll und wurde von Aima Labra-Makk in bester Harmonie mit dem Violoncello gestaltet. Große Anerkennung zollte das Publikum für den wunderbaren Abend. RG

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Unterkärntner Nachrichten, 17. Juli 2013

St. Pauler Kultursommer
Wenn ..., dann ...

Wenn ein Magier der Tasten die heißen Kastanien Franz Liszts oder Richard Wagners dem Feuer des Vergessens entreißt, wenn fliegende Finger die Tastatur im Tiefflug streifen, wenn ein "Fortissimo" nie lärmend wird und ein "Pianissimo" den Gehörsinn erweitert und wenn die Begleitung zugleich leichtfüßig und bedeutungsvoll die Stimme trägt und das alles wie auf einem zum Staatsempfang ausgelegten Samtteppich passiert, dann weiß man, dass Eduard Kutrowatz am Werk ist.

Wenn man jede Mühe vergisst, wenn sich neue musikalische Welten auftun, obwohl man sie schon zu kennen meinte, wenn Text, Stimme und Begleitung eins sind, kurz: wenn nichts die musikalische Empfindung stört und alles gut scheint, solange man diese Stimme hört, dann befindet man sich in einem Konzert von Ildiko Raimondi. Wenn aber dieser begnadete Sonderfall stimmlicher Ausdruckskraft nicht reicht, um einen Raum wie die Stiftskirche bis zum letzten Platz zu füllen, dann weiß man: wir befinden uns im paradiesischen Lavanttal, wo man lieber der Anton aus Tirol wäre als Ilodiko Raimondi. Ildiko wer?
R.G.

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Unterkärntner Nachrichten, 03. Juli 2013

St. Pauler Kultursommer

Europäischer Spitzenchor gastierte in der Stiftskirche

Ein Chor, der in den letzten Jahren beinahe alle hochrangigen Wettbewerbe gewonnen hat, die zu gewinnen waren, gastierte vergangenen Freitag in der St. Pauler Stiftskirche.

Der Universitätschor APZ Tone Tomsic aus Ljubljana erfüllte mit seinem jungen und strahlenden Klang den Kirchenraum mit einem Mosaik von teils doppelchörigen geistlichen und weltlichen Werken aus Renaissance, Barock, Romantik und dem 20. Jahrhundert. Feinste dynamische Ausbalancierung des Klanges von Pianissimo-Nuancen bis zu überwältigender Tondichte waren dem seit 2009 von Sebastjan Vrhovnik geleiteten Chor ebenso eine Selbstverständlichkeit wie Textdeutlichkeit und das Gespür für wunderbare Phrasierung.

Dass man die Wirkung von Musik noch beinahe bis zur Magie steigern kann, zeigte der Universitätschor mit der Vertonung des finnischen Nationalepos "Kalevala" von Veljo Tormis, in der rituelle Repetitionen von solistischen Beschwörungen verbunden mit einer Choreographie eine bedrohliche schamanische Wirkung entfaltete. Aber nicht nur daran, sondern auch in den Gesichtern der SängerInnen konnte man sehen, wie die Musik klingt. Insgesamt war es ein tief bewegendes Konzert.
RG

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Unterkärntner Nachrichten, 26. Juni 2013

St. Pauler Kultursommer:
Armenischer Geist wehte in der Stiftskirche

Das nennt man "aus der Not eine Tugend machen"! Die akustischen Verhältnisse in der Stiftskirche St. Paul haben "Karen Asatrian & Armenian Spirit" gezwungen, ihr Programm kurzfristig zu ändern, sodass aus dem geplanten musikalischen Feuerwerk ein wunderbar intimer Abend wurde. Das aber hat die künstlerische Qualität der Akteure keineswegs geschmälert, sondern - im Gegenteil - besonders herausgefordert. Kein Wunder, hatte der "spiritus rector" sich doch mit internationalen Spezialisten seines Faches umgeben, die für Qualität bürgen: "unser" Wolfgang Puschnig (sax, flute) und Tamara Obrovac (vocals) aus Kroatien entwickelten teils lyrische, teils heftige Unisono- und Imitationslinien in überzeugender Harmonie.

Luis Ribeiro (percussion) aus Brasilien sowie Reinhardt Winkler (drums) und Herfried Knapp (bass) aus Österreich legten ein fein gesponnenes Fundament, über dem Karen Asatrian (piano) und Juan Carlos Sungurlian (oud, bouzuki) aus Uruguay ihre Improvisationen entwickelten. Unbedingt vor den Vorhang muss aber Karen Asatrian, die Seele des "armenischen Geistes"! Die Ideen scheinen dem Meister aller Tasten förmlich aus den Fingern zu fließen. Der Gedanke wird bei ihm Klang.

Als begeisterter Wahl-Kärntner mit armenischer Kindheit und Jugend hat er es geschafft, im Jazz Ost und West zu verbinden. Ihm und seiner Band bei der "Arbeit" nicht nur zuzuhören, sondern auch zuzusehen, war ein besonderes Erlebnis. RG

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Kleine Zeitung, 18.05. 2013

Ein Stift voll mit Musik

Heute wird der 34. St. Pauler Kultursommer eröffnet. Bis 9. August stehen in der Stiftskirche insgesamt 13 Konzerte auf dem Programm.

Ab heute wird das Benediktiner Stift in St. Paul wieder zum Zentrum der Lavanttaler Musikwelt. Bis 9. August stehen Lieder- und Chorabende, Kammerkonzerte und zwei Festgottesdienste auf dem Programm.

Er sagt von sich, dass er alles andere als musikalisch sei. Das ändert aber nichts daran, dass er mehr für die Musik im Lavanttal und darüber hinaus getan hat, als mancher Gesangs-, Tasten- oder Saitenvirtuose. Reinhold Stöckler, der organisatorische Leiter des St. Pauler Kultursommers, hat auch für dessen 34. Auflage ein mehr als hörenswertes Programm zusammengestellt.

Wie auch in der Vergangenheit gibt es dabei kein musikalisches Generalthema. Die Qualität der Programmpunkte sorgt aber dafür, dass sich der Kultursommer trotzdem alles andere als beliebig präsentiert. Auch heuer werden wieder wichtige Akzente gesetzt: So erhalten junge Künstler ebenso wie heimische Musiker und Chöre eine große Plattform für ihre Auftritte - ohne dass auf hochkulturelle Höhepunkte, etwa einen Liederabend von Kammersängerin Ildikó Raimondi und Pianist Eduard Kutrowatz zum 200. Geburtstag von Richard Wagner, verzichtet werden muss.

Dass in der Familie Stöckler aber nicht nur in organisatorischer Hinsicht die Musik zuhause ist, beweist heuer Tochter Birgit. Mit weiteren Studierenden der Kunstuniversitäten Graz und Wien wird sie unter dem Motto "Da unten im Tale" Lieder von Brahms, Schumann, Schubert und anderen singen.

Heuer findet der Großteil des mit einem Jahresbudget von 80.000 Euro ausgestatteten Festivals in der Stiftskirche des Benediktinerstiftes statt, auf ein Konzert im Freien wird verzichtet.

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Unterkärntner, 24.10.2012

Mitgliederversammlung des St. Pauler Kultursommers

Am 3. Oktober lud der „Verein der Freunde des St. Pauler Kultursommers“ zur alljährlichen Mitgliederversammlung ins GH Poppmeier ein. Der Vorsitzende des St. Pauler Kultursommers, Mag. P. Siegfried Stattmann OSB, und der organisatorische Leiter, DI Reinhold Stöckler, bedankten sich bei allen Subventionsgebern, Sponsoren u. Förderern, insbesondere bei der Raika St. Paul, aber auch bei allen Abonnenten und freiwilligen Helfern des Kultursommers für die großartige Unterstützung.

Bei einem Kurzbericht über den diesjährigen St. Pauler Kultursommer, verwies DI Stöckler auf einen leichten Rückgang der Besucherzahlen, welchen er auf die Fußball-EM zurückführt.

Sehr zufrieden stellend verlief der Abo-Verkauf und bei der Anzahl der Sponsoren war sogar eine Steigerung zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Programm für den Kultursommer 2013 wurde bereits fertig gestellt und es sind wieder einige Höhepunkte zu erwarten, u.a. ein Liederabend mit der renommierten Sopranistin Ildiko Raimondi und ein Konzert mit dem Goldberg Trio Wien.

Gemeinderat Ignaz Ninaus überbrachte herzliche Grüße des Bürgermeisters, welcher leider nicht teilnehmen konnte, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

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Unterkärntner, 29.8.2012

3500 Besucher genossen den heurigen St. Pauler Kultursommer

Der St. Pauler Kultursommer, das größte Musikfestival Unterkärntens, ging kürzlich mit einem Konzert von Studierenden des Kärntner Landeskonservatoriums, dem "Quartett Furiant", zu Ende. Über 3500 Musikfreunde besuchten zwischen Pfingsten und Mariä Himmelfahrt die insgesamt 16 Kultursommer-Konzerte. Der musikalische Kuso-Leiter, DI Reinhold Stöckler, ist mit den Besucherzahlen zufrieden: "Die Kultursommerkonzerte waren unterschiedlich gut besucht, zwischen 100 und 500 Besucher sind zu den einzelnen Veranstaltungen gekommen. Das Chor- und Orchesterkonzert des Kammerchors Norbert Artner unter Dirigent Herwig Wiener Püschel war der Spitzenreiter. Über 500 begeisterte Musikfreunde waren in die Stiftskirche gekommen."

Erstmals hatten Jugendliche bis 16 Jahren zu den Kultursommer-Konzerten freien Eintritt. Die Kuso-Verantwortlichen wollten damit vor allem die SchülerInnen der Lavanttaler Musikschulen ansprechen und einladen, die Konzertveranstaltungen und Messen zu besuchen. "Die Resonanz war leider sehr gering", bedauert Organisator Reinhold Stöckler. Doch er blickt bereits in die Zukunft und meint: "Das Programm für den Kultursommer 2013 steht schon!"

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Unterkärntner, 16.8.2012

„Ariosti und Freunde“

So lautete der Titel des Programms, aufgeführt vom Ensemble „sonor beatus“. Freunde des Barock kamen voll und ganz auf ihre Kosten. Mit Werken von A. Ariosti, G. B. Bononcini u. G.M. Bononcinci brillierte Margit Urbanetz-Vig, die Gründerin des Ensembles, mit ihrer Barockgeige. Die 3. Suite für Cembalo von G. Fr. Händel fand ihren Meister in Angela Koppenwallner. Hier kam ihr Können so richtig zum Ausdruck. In den vorherigen Werken ging das Cembalo manchmal im vollen Klang der Geige und der nicht gerade optimalen Akustik der Stiftskirche unter.
Mit der äußerst schweren Gambenliteratur von A. Forqueray, M. Marais u. J.S. Bach hatte der junge, talentierte Gambist Christoph Urbanetz keinerlei Schwierigkeiten. Mit einer Leichtigkeit meisterte er die technisch schwierigsten Passagen. Zum krönenden Abschluss gab`s noch ein Werk von A. Ariosti zu hören, wo der wunderbare Klang der Viola d`amore, gespielt von Margit Urbanetz-Vig, zur Geltung kam. Hier mischten sich Viola d`amore, Cembalo und Viola da Gamba zu einer einmaligen Einheit. Als Dank für den wahren Genuss, wurde das Ensemble „sonor beatus“ mit reichlichem Applaus belohnt.
GH

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Unterkärntner, 1.8.2012

"In uns oder nirgends...

…ist die Ewigkeit mit ihren Welten“ philosophierte der Dichter Novalis vor mehr als 200 Jahren. Das Novalis-Quartett, das am Mittwoch in St. Paul gastierte, hat diesen Gedanken aufgegriffen.

Um es gleich vorweg zu sagen: es war kein spektakuläres „Event“ (deren es genug gibt), sondern eine Innenschau, die die musikalische Aussage und nicht die beeindruckende Wirkung in den Vordergrund stellte. Wer einen anstrengenden Tag hinter sich hatte, wurde durch die Schlichtheit von Mozarts D-Dur-Quartett aus dem Alltag abgeholt und auf Schumanns Streichquartett in A-Dur op. 41/3 vorbereitet, denn dieses ließ musikalisch mehr Fragen offen als es Antworten gab. Mit Brahms‘ Quartett in a-moll gelang sozusagen die Synthese aus Tiefgründigkeit und Verständlichkeit. Diese Welt wurde von Spitzenkräften der deutschen Klassik-Szene perfekt, aber auf sympathische Art erschlossen – ohne übertriebene Gestik, aber mit sattem Klang und verhauchenden Pianissimi.

Das Ehepaar Jürgen und Cornelia Schwab (1. und 2. Violine) aus Würzburg, sowie Jürgen Weber (Viola) und Klaus Kämper (Violoncello) aus München haben in der Form des Streichquartetts wohl die Spitze ihrer musikalischen Entwicklung gefunden!
RG

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Unterkärntner, 25.7.2012

AIMS-Orchester trat auf: die Wege sind die Ziele!

Am vergangenen Freitag war – im biennalen Rhythmus – wieder einmal das American Institute for Musical Studies mit seinem riesigen Orchester und einigen Solisten beim St. Pauler Kultursommer zu Gast – gute und gerne erwartete musikalische Freunde aus Übersee sozusagen, deren Wege sich im Sommer in Graz kreuzen, um immer wieder zu neuen Ergebnissen zu kommen.

Dieses Mal standen neben zwei Opernarien auch ein Ausschnitt aus John Rutters Requiem und vier Orchesterwerke auf dem Programm. Im Duett aus „Thais“ von J. Massenet sowie in der „Abendstern“-Arie des Tannhäuser von R. Wagner wurden die professionellen Qualitäten der Studierenden des Meisterkurses sicht- bzw. hörbar. Unter den Orchesterwerken hinterließ vor allem die Streicherfantasie von Ralph Vaughan Williams einen bleibenden Eindruck. Den orchestralen Höhepunkt des Abends aber bildete wohl die „Italienische Sinfonie“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der souverän musizierende Dirigent Alexander Kalajdzic vom Nationaltheater Mannheim entzündete mit seinen MusikerInnen ein wahres musikalisches Feuerwerk mit rasanten Tempi in den Ecksätzen. Sehr schön war die bewegungsmäßig nahtlose Überleitung des Dirigenten von Satz zu Satz. Alexander Kalajdzic hat mit seinem Orchester das Maximum geschafft. Die Begeisterung des Publikums erzwang folglich eine Wiederholung des Schluss-Satzes.
RG

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Unterkärntner, 18.7.2012

Mozarts "Missa in c-moll" erklang in der Stiftskirche

Eine geistige und musikalische Meisterleistung stellt die "Missa in c-moll" von W.A. Mozart dar, mit der er die ursprüngliche Funktion dieser Musik sprengte und zum reinen Konzertwerk erweiterte - allerdings als Fragment, das von Robert D. Levin vollendet worden war. Ein nicht minder großes Maß an Ausdauer und Konzentration verlangt dieses Werk, das am vergangenen Freitag beim St. Pauler Kultursommer zur Aufführung kam, aber auch allen Mitwirkenden ab.
Der Kammerchor Norbert Artner unter Herwig Wiener-Püschel stellte sich dieser Herausforderung und bewältigte sie mit höchster Konzentration hervorragend. Um es gleich vorweg zu sagen: wenn man - als CD-verwöhnter Hörer - nicht mit der Vorstellung von Spitzen - Interpretationen im Kopf unvoreingenommen in so ein Konzert geht, kann man die Leistung von Herwig Wiener-Püschel schätzen, der mit seinem sicheren Dirigat dieses wunderbare musikalische Erlebnis möglich machte. Sehr beeindruckend waren auch die Solisten Kinga Kriszta (Sopran), Tünde Szaboki (Sopran), Gabriel Lipus (Tenor) und Ewald Nagl (Bass), deren Stimmen sehr gut harmonierten, wobei man sich beim Tenor vielleicht etwas mehr Leichtigkeit gewünscht hätte. Besonders hervorzuheben ist aber die großartige Leistung des Chores, der von Herwig Wiener-Püschel präzise einstudiert worden war.
Wenn man als Orchester die Academia Ars Musicae mit ihrem Konzertmeister und künstlerischen Leiter Brian Finlayson engagiert, kann man sicher sein, einen nuancenreichen und ausgewogenen Klangkörper mit einem samtenen Streicherklang von erster Güte zur Verfügung zu haben. Entsprechend groß war auch das Publikumsinteresse. Die Stiftskirche war voll besetzt und der Applaus wohlverdient.
RG

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Unterkärntner, 11.7.2012

22 Gitarren erklangen in der Stiftskirche

Einer besonderen Idee hat sich der gebürtige Lavanttaler Gitarrist Manfred Steflitsch verschrieben: Bereits vor zwanzig Jahren gründete er das Gitarren Ensemble Graz (GEG) mit dem Ziel, jede Art von Musik für Gitarrenorchester zu arrangieren und spielbar zu machen. Dabei reicht der Bogen von der Barockliteratur über die Klassik und Romantik bis in die Gegenwart. Ob das künstlerisch gesehen immer ein Glücksfall ist, wird jeder anders beurteilen. Tatsache ist, dass Manfred Steflitsch mit dem GEG bereits Preisträger internationaler Bewerbe wurde.
Das Konzertprogramm in der Stiftskirche war ein „Best of“ der bekanntesten klassischen Orchesterwerke nebst einer Eigenkomposition, „Grazer Impressionen“. Die 22 Gitarristinnen bildeten einen homogenen Klangkörper, der die Stücke möglichst nahe am Original sehr klangsauber interpretierte. Das Publikum war dankbar, einmal Werke wie die „Barcarole“ von Offenbach, „Die Moldau“ von Smetana oder Ausschnitte aus Tschaikowsky’s Balletten in St. Paul zu hören und sparte nicht mit Applaus.
RG

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Unterkärntner, 4.7.2012

Balsam für die Seele

Wer am vergangenen Donnerstag auf das EM-Spiel Deutschland gegen Italien verzichtete (aber selbst das wäre sich noch ausgegangen) und statt dessen das Spiel Österreich mit Bulgarien in der Stiftskirche wählte, wurde reich beschenkt. Die in Bulgarien geborene Bratschistin Daniela Ivanova - seit 2007- im Orchester der Wiener Staatsoper und seit 2010 Mitglied der Wiener Philharmoniker - konzertierte mit Eduard Kutrowatz, den man nicht mehr vorstellen muss, in St. Paul.

Die Viola, deren Spieler unter Musikern gerne Adressaten der "Bratschisten-Witze" sind, ist als Soloinstrument in Konzerten sehr selten zu hören. Ihr Klang geht berührend zu Herzen. Es ist keine strahlende, unerreichbare helle Höhe, sondern eine abgetönte intime Stimme, der man sich unweigerlich verwandt fühlt. Daniela Ivanova hat dieser Stimme mit Werken von Piazzolla, Glasunow, Tschaikowsky, Skrjabin, Rubinstein, Popov, Rachmaninoff und Fauré mit ihrer Klangkultur auf vielfältige Weise Ausdruck gegeben - allesamt Stücke, die die Viola zum singenden Instrument (Viola cantabile) machen. Folgerichtig wurde auch der Schritt gesetzt, Lieder ohne Worte zu interpretieren, was mit Wagners "Abendstern" oder Ausschnitten aus Schuberts "Winterreise" wunderbar gelang! Nebenbei wurde dadurch besonders deutlich, wie genial sich hier die semantische Form in der Musik wiederspiegelt - sowohl in der Melodie als auch im Klavierpart, der dank Eduard Kutrowatz eine Symbiose mit der singenden Viola darstellte. Was will man mehr?
RG

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Kleine Zeitung, 14.6.2012

Meisterwerke im Stift St. Paul

Die Stiftskirche der Abtei im Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal ist der Mittelpunkt einer bereits traditionellen Veranstaltungsreihe. Der St. Pauler Kultursommer findet heuer schon zum 33. Mal statt. Fest im Programm verankert ist die Reihe "Junge Künstler", bei der die Veranstalter dem Nachwuchs die Chance gibt, sich zu präsentieren.

Und schon morgen erfolgt der Auftakt mit jungen Künstlern unter dem Titel "Streifzüge-Renaissance-Modern" mit Musikern und Sängern der Bezirksmusikschule Völkermarkt. Eintritt: freiwillige Spende.
Bekannte Ensembles und international anerkannte Künstler machen den St. Pauler Kultursommer zu einem einzigartigen Kulturerlebnis. Internationalität ist ein Stichwort, das das größte Musikfestival im Unterkärntner Raum auszeichnet, denn mit dem Festival soll das friedliche Zusammenleben der benachbarten Volksgruppen, besonders im Alpe-Adria-Raum gefördert werden.

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Unterkärntner, 31.5.2012

St. Pauler Kultursommer wurde mit "Pauken und Trompeten" eröffnet

Traditionell sorgte ein Ensemble der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle St. Paul mit Pauken, Trompeten und Posaunen für den musikalischen Auftakt des St. Pauler Kultursommers. Die offizielle Eröffnung der 33. Auflage des größten Musikfestivals in Unterkärnten wurde von Landtagspräsident Josef Lobnig am vergangenen Samstagabend im Artrium des Benediktinerstifts vorgenommen.

Das zahlreich erschienene Publikum wurde vom Stiftsabt Dr. Heinrich Ferenczy herzlich willkommen geheißen, insbesondere die Vertreter der Landes- und Gemeindepolitik sowie die Gönner und Sponsoren des Kultursommers. Mit dem Goethe-Zitat: "Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden; wer sie nur liebt, ist erst ein halber Mensch; wer sie aber treibt, ist ein ganzer Mensch." sorgte Ferenczy erst für einige bange Blicke unter den Besuchern, doch er konnte alle weniger musikalischen beruhigen, indem er versicherte, dass bereits mit dem Mitsingen bei der Sonntagsmesse das Goethe-Kriterium für einen ganzen Menschen erfüllt sei.

Dekan Mag. P. Siegfried Stattmann begrüßte als Vorsitzender des St. Pauler Kultursommers die Gäste auch im Namen des auf einem Kuraufenthalt weilenden organisatorischen Leiters, DI Reinhold Stöckler. "Unsere diesjährige Veranstaltungsreihe weist wieder ein stimmiges Programm mit 15 musikalischen Perlen aus unterschiedlichen Kulturepochen auf", so Stattmann, der insbesondere den langjährigen Förderern und Sponsoren für ihre Unterstützung dankte.

Dass es heuer bereits den 33. Kultursommer zu eröffnen gebe, bezeichnete Bgm. Ing. Hermann Primus als Zeichen für eine "starke und langfristige Willensäußerung des Stiftes und der Marktgemeinde" zu dieser Veranstaltung, die für ihn ein "Leuchtturmprojekt, das weit über die Grenzen der Gemeinde und des Landes hinausreicht" darstellt. "Viele Besucher aus nah und fern kommen alljährlich nach St. Paul und erleben hier eine kulturelle Plattform, auf der sich immer wieder auch junge Talente präsentieren können. Neben dem Kultur- und Kunstgenuss bietet auch die Kulinarik Verlockungen", stellte Primus fest, der mit einem Zitat des österreichischen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt schloss: "Musik und Kultur ist nötig, damit wir menschlich bleiben."

Für den Landtagsabgeordneten Günter Leikam war es der erste Besuch beim größten Musikfestival Unterkärntens. "Ich danke allen Verantwortlichen für Ihre Arbeit. Die Organisation ist bestimmt nicht immer einfach und das Budget ist auch kein ganz großes, aber bei gutem Besuch wird es zweifelsohne wieder ein großes musikalisches Fest.

Landtagspräsident Josef Lobnig verwies auf die ebensolange Erfolgsgeschichte der Veranstaltung*
"Den St. Pauler Kultursommer durfte ich auch bereits einmal als aktiver Sänger erleben. An den Auftritt in der tollen Kulisse der Basilika werde ich mich noch lange erinnern. Dieser Sakralraum, in dem die meisten Veranstaltungen stattfinden, macht den St. Pauler Kultursommer zu einer absoluten Besonderheit", sagte Lobnig, der darauf verwies, dass die finanzielle Beteiligung des Landes für die nächsten drei Jahre gesichert sei und es zudem die Möglichkeit von außertourlichen Zuwendungen im FAll von dringend nötigen Investitionen gebe.

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Kleine Zeitung, 24.5.2012

Ein wahrhaft kultureller Sommer

Am Samstag wird der 33. St. Pauler Kultursommer, präsentiert von der Kleinen Zeitung, eröffnet.
In den kommenden drei Sommermonaten wird musiziert - von Klassik bis zur Moderne.

Bereits zum 33. Mal findet er statt und ist deshalb auch schon fest im kulturellen Geschehen des Lavanttals und auch über die Grenzen hinaus verankert: der St. Pauler Kultursommer, präsentiert von der Kleinen Zeitung, der vergangenes Jahr rund 4000 Gäste anzog. Eröffnet wird dieser bereits am Samstag mit der Alt-Lavanttaler Trachtenkapelle St. Paul.
"Wir haben heuer wieder ein buntes Programm zusammengestellt. Auch die Förderung von Jungmusikern liegt uns besonders am Herzen", sagt Reinhold Stöckler, Organisationsleiter des Kultursommers. "Viele junge Künstler sind bei uns das erste Mal auf der Bühne gestanden und spielen jetzt teilweise auf den großen Bühnen, wie auch in der Mailänder Scala", so Stöckler, der heuer auch Einladungen an sämtliche Musikschulen im Tal verschickte.

Musikschüler animieren
"Die Musikschüler sollen animiert werden, unsere Konzerte zu besuchen. Wir decken schließlich einen breiten Bogen an Instrumenten ab", sagt Stöckler. Zudem ist der Eintritt bis 16 Jahre heuer frei. Den Reigen der 13 Konzerte, die zwischen Pfingsten und Mariä Himmelfahrt (15. August) stattfinden, eröffnen die Musiker am 1. Juni unter dem Motto "Männergesang und Tubenklang". Am Pfingstsonntag wird es zudem einen Festgottesdienst geben. "Für mich sind zweifellos die zwei musikalisch gestalteten Festmessen mit namhaften Chören die Besonderheit im Programm. Ich freue mich aber auch schon auf das Chorkonzert des ´Coro Polifonico di Ruda'", so Pater Siegfried Stattmann, Vorsitzender des St. Pauler Kultursommers.

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Unterkärntner Nachrichten, 3.5.2012

Kultursommer 2012: Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt

Am Pfingssonntag (27. Mai) startet der St. Pauler Kultursommer 2012 mit einer Festmesse in der Stiftskirche. Insgesamt 15 Veranstaltungen - von Liederabenden und Messen bis hin zu Chor- und Orchesterkonzerten- umfasst das diesjährige Programm des größten Musikfestivals in Unterkärnten. Der organisatorische Leiter, DI Reinhold Stöckler, und der Vorsitzende des Vereins "Freunde des St. Pauler Kultursommers", Dekan Mag. P. Siegfried Stattmann, wollen verstärkt die Jugend ansprechen: Deshalb können heuer Jugendliche bis 16 Jahren die Kultursommer-Konzerte gratis besuchen.

"Der Großteil der Konzerte gehört der Generation 50 plus an. Es gibt aber im Lavanttal hunderte Schülerinnen und Schüler, die zwar Musikunterricht erhalten und einen Bezug zur Musik haben, aber nie ein Kultursommer-Konzert besuchen. Mit unserer Aktion freier Eintritt bis 16 Jahren wollen wir einen Schritt setzen, um mehr Jugend zu unseren Musik- Veranstaltungen zu bringen. Ich werde auch die Musikschulen anschreiben und die MusikschullehrerInnen ersuchen, ihre Schüler dazu zu motivieren, von der Gratisaktion Gebrauch zu machen", sagt DI Stöckler, der auch heuer wieder ein abwechslungsreiches Programm mit jungen Nachwuchstalenten, aber auch mit etablierten heimischen und international renommierten Künstlern- u.a. mit Ensembles aus den Nachbarländern- zusammengestellt hat.

Das St. Pauler Kultursommer-Programm kann sich durchaus sehen und hören lassen und braucht Vergleiche mit anderen Festivals nicht zu scheuen, obwohl diese meist mit wesentlich höherem finanziellen Aufwand durchgeführt werden und viel mehr öffentliche Subventionen erhalten. "Wir haben ein Aktionsbudget von jährlich rund 80.000 Euro, wovon 22.000 Euro vom Land, 5.000 vom Bund und weitere 5.000 von der Marktgemeinde St. Paul kommen. Rund ein Viertel der Einnahmen erhalten wir von Sponsoren und Gönnern des St. Pauler Kultursommers und der Rest stammt aus Eintrittsgeldern. Manche renommierten Künstler können wir uns nur deshalb leisten, weil sie dem St. Pauler Kultursommer verbunden sind und um einen Freundschaftspreis auftreten", betont Stöckler, der mit viel Herzblut bei der Sache ist und für seine Arbeit als organisatorischer Leiter nur eine bescheidene Aufwandsentschädigung verlangt.

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Kärntner Woche, 2.5.2012

Das Publikum soll weniger "grau" sein

Der Kultursommer in St. Paul buhlt heuer um junges Publikum.
Der Eintritt ist bis 16 Jahre kostenlos.

ST. PAUL. Vom Samstag, dem 26. Mai, bis zum Freitag, dem 10. August, zieht der 33. St. Pauler Kultursommer im Stiftort ein. Insgesamt stehen beim klassischen Musikfestival rund um das Benediktinerstift St. Paul 15 hochkarätige Veranstaltungen auf dem Programm. "Es finden 2 Messen und 13 Konzerte statt", kündigt Organisator Reinhold Stöckler an.

Zwei heimische Stars
Beim Liederabend "Kennst du das Land?" am Dienstag, dem 5. Juni, sowie beim Auftritt des Gitarren-Ensemble Graz am Freitag, dem 6. Juli, - beides in der Stiftskirche- darf sich das Publikum auf Lavanttaler Künstler freuen. "Die Sopranistin Heidi Manser, die gemeinsam mit Peter Schneider, der am Klavier spielt, auftritt, stammt aus St. Andrä", erzählt der Organisator. Aus Oberpichling stammt Manfred Steflitsch, der das Gitarren-Ensemble Graz leitet. Einen besonderen Fokus richtet der 33. St. Pauler Kultursommer auf das junge Publikum. Um mehr Jugendliche als Zuhörer zu gewinnen, ist der Eintritt heuer bis 16 Jahre frei.

Lehrer animieren Schüler
"Bei unserem Musikfestival sind beinahe alle Instrumente vertreten, deshalb haben wir alle Musikschulen des Bezirkes angeschrieben".Mit diesen Schreiben möchte der Organisator die Musikschullehrer dazu bewegen, vermehrt die Musikschüler zum Besuch der Konzerte der Veranstaltung zu animieren. "Es ist sehr schade, dass bis jetzt die jungen Zuhörer eher die Ausnahme sind", bedauert er.

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Raiffeisenzeitung Nr. 18/3, Mai 2012

St. Pauler Kultursommer mit jungen Talenten und renommierten Künstlern startet am 26. Mai

"Wir haben das richtige G'spür entwickelt"

"Begonnen haben wir mit vier Konzerten- und die waren schlecht besucht", blickt Reinhold Stöckler, Mitbegründer und Organisator des St. Pauler Kultursommers, auf die kleinen Anfänge zurück. Mittlerweile hat sich die Zahl der Veranstaltungen mehr als verdreifacht und die Zahl der Besucher ist auf ein Vielfaches gestiegen.

3.800 Gäste fanden im Vorjahr den Weg in den abseits der großen Kulturzentren gelegenen Südosten Kärntens. Zu danken ist es dem Engagement des 1995 gegründeten "Vereins der Freunde des St. Pauler Kultursommers", der die schon Ende der Siebzigerjahre initiierte Veranstaltungsreihe seitens des Benediktinerstiftes auf Linie gebracht hat.
Die Förderung junger Talente und der Alpen-Adria-Gedanke mit Blick auf die Nachbarländer Slowenien und Italien stehen im Zentrum. "Die Mönche waren ja die ersten, die europäische Vernetzung betrieben haben, sie sind sozusagen die Väter des Europa-Gedankens", weiß der organisatorische Leiter des Kultursommers. Künstler wie der gebürtige Villacher Alexander Kaimbacher, Tenor an der Wiener Staatsoper, oder der in Klagenfurt gebürtige Pianist Ingolf Wunder, der beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 den zweiten Platz erreichte, haben sich hier ihre ersten musikalischen Sporen verdient - "ein Zeichen dafür, dass wir das richtige G'spür entwickelt haben", so der Boku-Absolvent und pensionierte Schuldirektor Stöckler, der durch die langjährige Kultursommer-Organisation und intensive Beschäftigung mit der Thematik einiges an Erfahrung im Musikbereich gesammelt hat.

Ein hochwertiger Mix aus Chor- und Orchesterkonzerten, Kammermusik und hervorragenden Solisten steht heuer wieder auf dem Programm. Als Gäste werden u.a. der bekannte Pianist Eduard Kutrowatz mit der Bratschistin Daniela Ivanova, das grandiose "Novalis Quartett" aus München, die junge Sopranistin Heidi Manser, das "Aims Orchester", der "Kammerchor Norbert Artner" oder die "Academia Ars Musicae" erwartet.
"Ein programmatisches Motto würde uns ein zu enges Korsett auferlegen, das ist bei einem Jahresbudget von 80.000 Euro nicht möglich", sagt Stöckler, ohne zu jammern - und freut sich umso mehr über großzügige Förderer wie etwa die Raiffeisenbank St. Paul. Täglich ist der Idealist in seinem Büro anzutreffen, täglich erreichen ihn Mails mit Anfragen von Künstlern, die Interesse an einem Auftritt bekunden. "Die Künstler kommen gern zu uns, aber sicher nicht wegen der Gage, sondern weil sie hier herzlich aufgenommen werden, und weil sie sich in diesem Ambiente sehr wohl fühlen."

Jeweils im Frühjahr beginnt der Organisator mit der praktischen Konzeption des Programms, Anfang Oktober muss es unter Dach und Fach sein. Um vor allem auch den Nachwuchs etwa aus den Musikschulen anzusprechen, ist der Eintritt heuer bis zum Alter von 16 Jahren frei. Schauplatz des Kultursommers sind die Kirche und der neu gestaltete Hof des Stiftes, das auf einem Felskegel hoch über der Talsohle thront. Im Jahr 1901 von Graf Engelbert von Spanheim gegründet und von Mönchen aus dem schwäbischen Reformkloster Hirsau aufgebaut, ist St. Paul nicht nur für seine romanische Basilika mit dem eindrucksvollen Freskenschmuck berühmt, sondern auch für eine der größten Kunstsammlungen Österreichs mit Werken aus ganz Europa, von der Romantik bis zur Gegenwart

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PRESSEBERICHTE 2011

Unterkärntner Nachrichten, 7.12.2011
Kultursponsoring- Preis für Förderer des St. Pauler Kultursommer

Österreichweit erfährt der Kultursponsoringpreis "Maecenas" schon seine 23. Auflage- in Kärnten wurde er zum achten Mal vergeben. Die Idee dahinter: Man will jene Unternehmen vor den Vorhang holen, die sich im Sponsoringbereich besonders engagieren und mit Sachspenden oder finanzieller Hilfe Kunst- oder Kulturprojekte unterstützen bzw. zur Erhaltung oder Weiterentwicklung von österreichischem Kulturgut beitragen.

Im Rahmen eines Galaabends in der Carinthischen Musikakademie im Stift Ossiach wurde an elf Lavanttaler Unternehmen, die als Sponsoren und Förderer den St. Pauler Kultursommer unterstützen, ein "Maecenas"- Anerkennungspreis in der Kategorie "Langfristiges Sponsoring Engagement" vergeben. Insgesamt wurden 37 Projekte eingereicht und von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Mag. Richard Kriesche (Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main) beurteilt. Gemeinsam mit Mag. Brigitte Kössner-Skoff, der Geschäftsführerin der Initiativen Wirtschaft für Kunst, überreichte Kulturlandesrat Mag. Harald Dobernig an folgende Firmen den Preis: Cimenti Reisen Lavamünd, Gasthof Hüttenwirt Lavamünd, Foto Lintschnig (Wolfsberg), Lavanttaler Messe, KELAG, Physio-Dynamik St. Paul, Raiffeisenbank St. Paul, Elektro Mahkovec, Gasthof Poppmeier, Gasthof Pension Johannesmesner und Mondi Frantschach.

Der organisatorische Leiter des St. Pauler Kultursommers, Dipl.-Ing. Reinhold Stöckler dankte den Firmen für ihre Bereitschaft am Projekt mitzuwirken und erwähnte in diversen Interviews, dass ohne die zahlreichen Förderer und Sponsoren es nicht möglich wäre, alljährlich ein anspruchsvolles Kultursommer-Programm zu planen und zu veranstalten.

Die "Maecenas"- Hauptpreise erhielten die Griffner Haus AG mit dem Projekt "Flederhaus" sowie Hermine Wiegele von der gleichnamigen Bäckerei Wiegele für das Projekt "Brot und Kunst" und ihr Engagement für das Museum des Nötscher Kreises. Der zweite Anerkennungspreis ging an die Volksschule Gmünd und die Maltaholz GesmbH für die Unterstützung der Künstlerstadt Gmünd.

Obwohl der "Maecenas"-Preis nur rein ideellen Charakter hat und mit keiner finanziellen Dotation verbunden ist, stellt dieser nicht nur eine Ehrung für die Preisträger dar, sondern es wird auch der St. Pauler Kultursommer damit aufgewertet

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Icon LocationSt. Pauler Kultursommer
Hauptstrasse 1
9470 St. Paul im Lavanttal
Kärnten